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Ein Weg, ein Weinberg, dahinter die Ruine der Saffenburg unter strahlend blauem Himmel

AhrSteig: die Schönste

Die neue AhrSteig-Etappe 5 schafft endlich den Lückenschluss Der lang ersehnte AhrSteig-Lückenschluss ist mit der neuen AhrSteig-Etappe 5 endlich geschafft. Und nicht nur das: Anfang Januar bekam er nun auch seine offizielle Anerkennung durch den Deutschen Wanderverband. Ab sofort ist der gesamte AhrSteig von der Quelle bis zur Mündung zertifiziert. Was bleibt, ist die unterschiedliche Farbkennung für die oberen (von Blankenheim bis Kreuzberg) als AhrSteig blau und die unteren Abschnitte des Prädikatswanderweges als AhrSteig rot (von Kreuzberg bis Sinzig). Dieser Zuordnung folgend ist die neue Etappe 5 also mit dem roten AhrSteig-Symbol gekennzeichnet. Nach langem zähem Ringen mit Forstverwaltung und Jagdpächtern hatte man Ende 2015 endlich eine Wegführung gefunden, die den Charakter des restlichen AhrSteigs nicht nur erreicht, sondern sogar noch toppt. Für ein ganzes Jahr war diese Strecke als neuer Ahrsteigverbindungsweg ausgezeichnet. Jetzt darf sie sich ganz offiziell auch AhrSteig nennen. Durch das enge Tal, über schmale Felsklippen, die die Ahr hat stehen lassen, aber auch über lichte Eichenwaldkuppen führend, vermittelt diese neue Etappe die schönsten Aspekte des wildromantischen Ahrtals. Die Tour beginnt Die Tour beginnt …

AhrSteig blau in 2 Etappen: Tag 1

Der Plan: AhrSteig blau in zwei Tagen. Von offizieller Seite ist der blaue Abschnitt des AhrSteigs (von Blankenheim bis Kreuzberg) in vier Etappen aufgeteilt. Die beiden ersten (von Blankenheim nach Freilingen, dann von Freilingen bis Aremberg) sind jeweils knapp über elf Kilometer lang – für den ambitionierten Wanderer also Spaziergänge. Die beiden verbleibenden Etappen (von Aremberg nach Insul (19,1 km) und weiter von Insul nach Kreuzberg (17,4 km)) sind da schon etwas anspruchsvoller und entsprechen schon eher den Vorstellungen des oben genannten Wanderers. Was macht aber der, der nur ein Wochenende Zeit hat und zudem noch mit der Bahn anreisen will. Was anderes macht nämlich kaum Sinn, da das weitgehende Fehlen eines ÖPNV die An- und Abfahrt mit einem eigenen Fahrzeug fast schon verbieten, es sei denn, man ist bereit, gehörig in die Tasche zu greifen, um am Ende der Reise mit dem Taxi zurück zum Fahrzeug in Blankenheim zu gelangen. Die Lösung für zwei Tage heißt also: Mit dem Zug früh bis Blankenheim Wald und am Ende der Tour mit dem Zug von Kreuzberg …

Der AhrSteig blau bei Aremberg

AhrSteig blau in 2 Etappen: Tag 2

Mein zweiter Tag auf dem AhrSteig blau Ihr erinnert euch? Ich will versuchen, den kompletten AhrSteig blau in zwei Etappen zu bewältigen. Am ersten Tag wanderte ich von Blankenheim bis nach Eichenbach. Das war etwas mehr als die beiden offiziellen ersten Etappen. Heute steht der Rest der Tour an: Von Eichenbach bis Kreuzberg. Das ist noch einmal ein wenig mehr als am Vortag und da war ich abends schon ziemlich erschöpft. Was wird also der neue Tag bringen? Der Tag beginnt mit einem ausgiebigen Frühstück Gestern bin ich erschöpft und müde in Eichenbach ins Hotelbett gekrochen. Mein Schlaf war tief und fest. Am heutigen Morgen bin ich schon früh auf den Beinen. Frühstück gibt es morgens erst ab 9 Uhr, auf Wunsch aber auch früher. Der Frühstücksraum – es handelt sich um den kleineren der beiden Räume, in denen am Abend vorher gespeist wurde, ist fast leer. Außer mir sind nur zwei junge Männer beim Frühstücken. Wie ich später feststelle, sind es zwei Holländer, die sich an diesem Sonntag noch an den Berg- und Talfahrten …

Das Novemberlicht verleiht der Szenerie einen magischen Glanz

Engelsley und Teufelsloch – Abschied im November

Was Engelsley und Teufelsloch für mich verbindet Engelsley und Teufelsloch, Schwarzes und Weißes Kreuz, Gut und Böse, Erdverhaftetheit und geistiges Leben, harte Arbeit und sinnliches Genießen: Nirgendwo habe ich diese Gegensatzpaare  auf so engem Raum versammelt gefunden wie im Ahrtal. Und damit ist diese reiche Landschaft ein wunderbares Spiegelbild der menschlichen Seele. Wenn man dann diese Tour noch im November macht, wenn die Bäume allmählich kahl werden, wenn die Weinfeste vorbei sind, wenn das Wetter verrückt spielt, heißt es Abschied nehmen: Abschied von der Fülle des Sommers, Abschied von den langen Tagen, Abschied vom Licht, Abschied von der Extraversion. Abschied nehmen heißt aber vor allem auch: nach innen schauen.

Panoramen vom Steinerberg, eines faszinierender als das andere (Foto: Norbert Schneider)

Wandern im Ahrtal – aber richtig

Wandern im Ahrtal und im Ahrgebirge Das Ahrtal ist zu jeder Jahreszeit ein faszinierendes Wanderziel. Diese Vielfalt an wildromantischen Landschaftsformen aus schmalen Klippen, lichten Eichenwäldern, grünen Flussauen und steilen Weinbergslagen auf engstem Raum, das gibt es kein zweites Mal. Dazu dieser unvergleichliche Reichtum an sinnlichen Eindrücken. Das findet sich so in keinem anderen deutschen Mittelgebirge. Besonders schön ist es im Frühjahr, wenn die Natur mit üppigem Grün nicht geizt. Ein ganz besonderes Wandererlebnis versprechen aber auch die Herbstmonate September und Oktober. Dann färben sich Wein- und Baumlaub und die Weinberge erstrahlen in feurigen Farben. Neben dem AhrSteig als Prädikatswanderweg und dem Rotweinwanderweg, der einer der ältesten und renommiertesten deutschen Themenwanderwege ist, hat das Ahrtal noch eine Vielzahl anderer Rund- und Streckentouren zu bieten. Am Ende dieses Artikels findest Du eine kleine Literaturübersicht mit den schönsten Wanderführern für das Ahrtal. Nach Regenfällen ist zumindest auf Teilen des AhrSteigs Vorsicht geboten. Dies gilt vor allem im Herbst, wenn das herabfallende Laub auf nassem Boden landet. Dann besteht auf den schmalen und steilen Bergpfaden Rutschgefahr. Das Ahrtal ist nicht …

Ein karges Holzkreuz vor strahlendblauem Himmel auf einer Felsengruppe über dem Ahrtal

Die Seven Summits im Ahrtal

Seven Summits im Ahrtal an einem einzigen Tag Nicht  “4 Tage – 4 Gipfel” – nein, alle Gipfel rund um Altenahr an einem einzigen Tag – ohne Sauerstoff und Sherpas. Wir waren jung, wir waren ehrgeizig, wir waren verwegen. Das einzige, was wir mitbrachten, war ein klein wenig Erfahrung. Und wir waren gut – so gut, dass wir alle Seven Summits im Ahrtal an einzigen Tag bezwangen. 70 Jahre alt wird er dieses Jahr – Reinhold Messner – unser großes Vorbild. Ihm zu Ehren wollten wir diese Strapazen in Kauf nehmen. Wir, das waren Knut – ein ehemaliger Klassenkamerad und Berggefährte – (Zitat: Du weißt, dass ich gerne senkrecht gehe.) und ich – einer der ersten, der sich vor Jahren in die bis dato noch unbekannte Wildnis des Ahrtals traute. Ja, früher hatten schon wagemutige Reisende über das wildromantische Ahrtal geschrieben. Aber Zweifel sind angebracht, ob sie jemals wirklich so tief dort eingedrungen waren, dass sie sich mit Fug und Recht als Entdecker bezeichnen dürfen. Erst vor wenigen Jahren gelang es mir auf einer Ein-Mann-Expedition …

Blauer Himmel, Federwolken, darunter das Steinerberghaus

Wie ich an Karneval ohne Frau E. auf den Steinerberg wanderte

Kleine Anmerkung: Dieser Beitrag ist schon etwas älter, genau wie ich. Er stammt noch aus meiner Kölner Zeit. Da wärste aber auch früher oder später von selbst drauf gekommen. Herr, gib mir Geduld, aber zackig Also, Frau E. ist eine Nachbarin. Schon seit über 20 Jahren. Das wusste sie aber bisher noch nicht. Seit Kurzem wandert sie auch. Frau E. ist fast so alt wie ich, aber nur fast, aber auch nicht mehr ganz jung. Und weil sie nicht mehr ganz jung ist, hat sie’s mit den Füßen. Zurzeit besonders mit dem einen. Weil die Füße beim Laufen immer weh tun, geht sie zum Orthopäden (das ist so ein Beruf angesiedelt irgendwo zwischen Hufschmied und Metzger). Der Orthopäde sagt: Schau’n wir mal, nimmt seine Werkzeugkiste mit Feile, Säge und so und schnippelt und feilt an dem einen Fuß rum. Er sagt: »So, probieren Sie mal!« Jetzt tut der Fuß richtig weh. Da geht Wandern erst mal gar nicht. Es reicht mal gerade für Karneval, aber Karneval geht ja bei den Kölnern immer. Auch bei den alten. …

Bunte Fratzen in Astlöcher gemalt überraschen auf der Gruppenwanderung an der Ahr

Mein zweites Mal

Mein zweites Mal: Wandern mit einer Gruppe an der Ahr (Zwei Anmerkungen zu Beginn: 1) Diese Wanderung, das geht schon aus der Überschrift hervor, war eine meiner ganz frühen Gruppenwanderungen an der Ahr. 2) Die Fotos in diesem Beitrag wurden bei unterschiedlichen Begehungen der Route gemacht. Bei der hier beschriebenen Tour wollte der Fotoapparat nicht mitspielen.) 30. Mai, der erste Tag des Ahrtal-Aktion 4 Tage – 4 Gipfel. Nach den guten Erfahrungen mit der ersten Gruppewanderung an der Ahr am Pfingstsonntag wage ich eine zweite Gruppfenführung. Die Wettervorhersage meint es wieder nicht gut. Ich wache mit Kopfschmerzen auf – Wetterumschwung? Über Facebook erhalte ich auf Anfrage die Nachricht, dass im Ahrtal in diesem Augenblick blauer Himmel vorherrscht. Ich telefoniere, frage die Mitwanderer, wie es mit ihrer Wanderlust aussieht. Immerhin hatten sich fünf Mitwanderer angesagt. Die meisten sagen ab, als ich erwähne, dass sie besser Regenzeug mitnehmen. Einzig Susanne aus Köln scheint wetterfest. Also fahren wir zu zweit Richtung Ahr. Gruppenwanderung im Kleinstformat Bis zur Ankunft in Altenahr-Kreuzberg wollen wir noch unsere Tour ausarbeiten. Aber wir quatschen über alles andere …

Liebe, Lucifer und Leidenschaft im Ahrtal – Teufelsloch, die dritte

Happiness and Sunshine is all we’re livin’ for. Von den Bildern des WDR-Beitrages inspiriert, wurde der Wunsch an mich herangetragen, die dort vorgestellte Tour erneut als Wanderung anzubieten. Innerhalb von einer Woche bin ich den Weg nun schon zweimal mit Freunden gegangen. Beim ersten Mal brachen wir am Silvestermorgen zu zweit auf. Am heutigen Samstag waren wir gleich zu sechst. Der Silvestertag überraschte uns mit wunderbarem Wanderwetter, am heutigen Samstag war der Himmel die ganze Zeit bedeckt, aber dafür herrschte in der Gruppe eine wunderbare Stimmung. Wir: das war eine bunte Mischung aus Hüft- und Lendenlahmen, aus Ungläubigen und (Schein-)Heiligen, aus Weltverbesserern und  Fatalisten, aus  altgedienten Wanderern und junggebliebenen Hüpfern. Es wurde viel gescherzt und gelacht, die gelöste Stimmung übertrug sich auf jeden Einzelnen und am Ende waren wir alle glücklich und ein gleichzeitig ein wenig traurig, dass dieser Tag schon vorbei war.