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Fruehaufsteherwanderung im Kottenforst (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Frühaufsteherwanderung im Kottenforst

Vor lauter Wald die Bäume nicht … Hinweis: Diese Frühaufsteherwanderung führt durch den Kottenforst. Und der besteht aus Wald, Wald und nochmals Wald. Du läufst also ungefähr zwei Stunden durch Wald. Erst am Ende, die letzte halbe Stunde etwa, führt der Weg am Waldrand entlang. Dort gibt es linker Hand weite Ackerflächen. Bei klarem Himmel ist die Orientierung im Wald kein Problem, da die Strecken am Anfang fast komplett geradeaus laufen. Ist der Himmel aber bedeckt, solltest Du auf jeden Fall eine Taschenlampe dabei haben. Wenn Du wegen der besonderen Stimmung, die hier bei Tagesanbruch herrscht, die Wanderung machst, dann gehe die Tour in der beschriebenen Variante. Willst Du aber auch die historischen Kleinodien dieser Tour mitnehmen, empfiehlt es sich, die Tour entweder erst beim Morgengrauen in Angriff zu nehmen, dann steckst Du aber beim Sonnenaufgang noch mitten im Wald, oder aber Du läufst die Tour in entgegengesetzter Richtung, was aber auf dasselbe hinausläuft. Die Taschenlampe ist auch sehr hilfreich, wenn es bei Deiner nächtlichen Tour im Unterholz neben dem Weg einmal knackt. Der Kottenforst ist …

Wasser, Wald, Sonnenaufgang, Seerosen

Der Sonne entgegen

Frühaufsteherwanderung zur Brühler Seenplatte. Wildschweine im Morgengrauen. Unterhalb des Wasserturms befindet sich ein großer Parkplatz (Die Anfahrt zur Tour findest Du am Ende dieses Beitrages unter »Die Wanderung in harten Fakten«). Wenn Du mit dem Rücken zum Wasserturm stehst, siehst Du, dass sowohl am linken wie auch am rechten Ende des Parkplatzes Wege in den Wald hineinführen. Für diese Frühaufsteherwanderung nimmst Du den rechten Weg, auf dem es erst einmal ein Stück bergab geht. Und gleich bist Du mittendrin im satten Grün.

Wald, Weg, Wanderer auf dem Rheinburgenweg

Rheinburgen und mächtige Männer

Warum gerade diese Etappe des Rheinburgenwegs? Die einzelnen Etappen des Rheinburgenwegs haben sehr unterschiedlichen Charakter. Die Etappe 7 der Rheinburgenweges von Koblenz nach Rhens ist deshalb so reizvoll, weil man ab dem Moment, in dem man die Stadtgrenze Koblenz passiert, fast nur noch durch kühlen, schattigen Laubwald läuft. Außerdem verbindet Sie zwei historisch äußerst bedeutsame Punkte: den Rittersprung in Koblenz, wo seinerzeit wegweisende Entscheidungen für die Bundesrepublik Deutschland getroffen wurden, und den Königsstuhl in Rhens, wo sich während des Mittelalters die neugewählten deutschen Kaiser auf ihrem Weg zur Krönung in Aachen, ihren Untertanen zeigten und den Treueeid leisteten. Start am Koblenzer Hauptbahnhof Die hier vorliegende Beschreibung startet am Koblenzer Hauptbahnhoft. Aus dem Haupteingang des Bahnhofs heraustretend, gehen wir einfach geradeaus, bis zur nächsten große Querstraße, die Hohenzollernstraße. Dieser folgen wir nun nach rechts ein ganzes Stück stadtauswärts. Kurz vor dem Stadtrand mit seinen vielen Straßenüber- und -unterführungen biegen wir links in den kleinen Park ab, laufen dort geradeaus weiter. Hier stoßen wir dann auch auf das Wegezeichen für den Rheinburgenweg. Dass dieses hier noch orange …

Hier steht ein Foto mit dem Titel: Das kleine Glück – Morgenstimmung am Kalscheurer Weiher (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Das kleine Glück

Wandern – das kleine Glück im Alltag Wandern spricht mich als ganzen Menschen an. Es ist mehr als nur körperliche Betätigung. Beim Wandern komme ich als Mensch wieder zu mir, finde Ruhe und Gelassenheit. Eingebunden in die Natur finde ich wieder zu seinem eigenen Rhythmus. Am einfachen Naturerlebnis gesundet die Seele und befreit sich vom Alltagsstress. Wandern ist Aktivurlaub, ist Freude an der Bewegung, ist Erleben der eigenen körperlichen Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit. Wandern ist aber auch Meditation, ist Einkehr. Der wandernde Mensch findet zurück zur Freude an den einfachen Dingen: ein Sonnenuntergang, eine blühende Bergwiese, ein murmelnder Bach, der Wind in den Zweigen, ein erklommener Gipfel. Die einfachen Dinge genießen Und auch die körperlichen Bedürfnisse reduzieren sich wieder: auf einen Schluck frisches Wasser, einen herzhaften Apfel, ein Stück Käse auf der Hand, ein Stück knuspriges Brot; all dies verheißt kleine Glücksgefühle, wie der hektische Büroalltag sie nicht mehr kennt. Das Glück finden bei Sonnenaufgang Morgens früh noch vor 5 Uhr im Kölner Grüngürtel am Kalscheurer Weiher. Ich sitze am Rande eines Wäldchens, träume dem Sonnenaufgang entgegen, fühle mich sehr …

Am Beginn der Moselsteig-Etappe 17 fällt der blick durch grüne Weinranken auf Burg Beilstein unter strahlend blauem Himmel.

Moselsteig, der Anspruchsvolle

Auf der Moselsteig-Etappe 18 von Beilstein nach Cochem: Wenn’s von allem ein bisschen mehr sein darf!
Eine Anmerkung zu Beginn: Diese Etappe des Moselsteigs birgt einige recht anspruchsvolle Passagen. Dafür entschädigt sie wiederum mit großartigen Ausblicken.

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Noch immer kein Hochwasser in Sicht! (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Frühaufstehertour – Alte Liebe und moderne Architektur

Du wolltest immer schon mal eine Frühaufstehertour machen? Hast Du Dich schon mal gefragt, was die Stadt morgens macht, wenn Du noch in den Federn liegst? Die nachfolgend beschriebene Wanderung führt Dich früh am Morgen noch vor Sonnenaufgang über zwei der spektakulärsten Brücken Kölns und zeigt Dir, wie schön es sein kann, vor allen anderen auf den Beinen zu sein und sich Kölns Skyline mal im Morgengrauen anzuschauen. Ein guter Platz zum Starten Ich schlage Dir vor, die Tour am Parkplatz unter der Rodenkirchener Autobahnbrücke zu starten. Du überquerst die Straße »Heinrich-Lübke-Ufer« und gehst bei der ersten Möglichkeit hinunter zum Rheinufer. Hier bei Rodenkirchen ist der Rheinuferweg noch sehr schmal, aber wenn Du dich Richtung Kölner Innenstadt wendest, dauert es nicht lange und das Ufer zwischen Rhein und Rheinuferstraße wird breiter. Im Wasser liegen hier einige Gastronomieschiffe vor Anker. Am bekanntesten ist wohl die »Alte Liebe«, im typisch kölschen Rot-Weiß gehalten, ganz nahe an der Brücke gelegen. Ein Stück weiter südlich – ebenso bekannt und beliebt – dümpelt seit ewigen Zeiten ein weiterer Restaurantkahn im Uferwasser des Rheins. Eine Piratenflagge …

Und hier steht ein Bild mit dem Titel: Und plötzlich brennt der HImmel (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Als Frühaufsteher auf die Glessener Höhe

Gipfelbesteigung im Rheinischen Braunkohlerevier Vom S-Bahnhof Frechen-Königsdorf, wo Sie als Frühaufsteher starten, wenden Sie sich auf der Aachener Straße nach links und laufen durch den Stadtteil Großkönigsdorf, vorbei an der Kirche St. Sebastianus. Die Aachener Straße ist hier die Hauptgeschäftsstraße von Königsdorf und steigt leicht an. Kurz bevor Sie den Ort verlassen, werden die Geschäfte an der Aachener Straße weniger. Vor den letzten Häusern biegt die Sebastianusstraße rechts ab. Dieser folgen Sie. Es geht vorbei an einem ehemaligen Benediktinerinnen-Kloster, dessen alter Gebäudebestand zu modernen Wohn- und Geschäftsräumen umgebaut und erweitert wurde. Links und rechts des Wegs dehnt sich Wald aus und lädt Sie ein, direkt ins Grün abzubiegen. Aber Sie folgen der Sebastianusstraße bergab, bis diese am Rand einer geschlossenen Bebauung auf die Waldstraße trifft. Hier biegen Sie nach links ab. Wenn Sie es nicht schon auf der kleinen Tafel an der Kreuzung gelesen haben: Sie befinden sich jetzt auf einer alten Römerstraße. VIA steht da, Sie werden diesem Symbol noch öfter begegnen. VIA, das steht für das Projekt »Erlebnisraum Römerstraße«, das nicht nur die …

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Weiter geht es durch den Eichenwald hinunter auf schiefrigem Untergrund (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Murscher Eselsche: Was für eine Landschaft!

Traumschleife Murscher Eselsche Das Dorf schläft noch beinahe, als ich zur Traumschleife Murscher Eselsche aufbreche. Zumindest fühlt es sich so an, als ich am Sonntagmorgen durch die stillen Straßen von Morshausen streife. So sollte ein Dorf sein. Hier gibt es noch alte Fachwerkhäuser, das eine halb verfallen, daneben die liebevoll restaurierten. Der Ortskern strahlt noch Unverfälschtheit aus. Und kein Autogeräusch stört heute Morgen die Ruhe. An der mächtigen Eiche am Ortsrand, unter der die vom hier im Ort geborenen Dichter Jakob Kneip gestiftete Marienstatue steht, beginnt dann meine Wanderung. Überraschung am Spielplatz Apropos Marienstatue. Ich habe am Vorabend meiner Wanderung hier gesessen. Ich kannte den Platz schon von einer Pressereise im vergangenen Jahr. Im September 2014 hatten wir hier ebenfalls unsere Unternehmung hier gestartet. Aber ich hatte mir scheinbar die Statue der Muttergottes mit dem Kind nicht richtig angeschaut. Sonst wäre mir damals schon aufgefallen, welch wunderbar menschlich-mütterliche Züge diese Figur hat. Und wie hingebungsvoll und gebannt der Sohn an den Zügen seiner Mutter hängt. Linker Hand vom Spielplatz führt der Weg in den Wald. Wenig später …

Hier steht ein Bild mit dem Ttiel: Die ganze Schönheit der Ehrbachklamm erschließt sich nur dem, der sich ganz in Ruhe darauf einlässt (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Lieblich-wilde Ehrbachklamm

Disclaimer: Hunsrück-Touristik hat mein Wochenende unterstützt und mir für zwei Nächte eine Unterkunft in Morshausen besorgt und bezahlt. Mein Urteil über diese Wanderung und die Schönheit der Natur im Vorderen Hunsrück sind von dieser Unterstützung nicht beeinflusst. Ich habe das Glück gefunden – im Hunsrück in der Ehrbachklamm Eines vorweg: Die Ehrbachklamm ist eine der wildromantischsten Wegstrecken, die ich in deutschen Mittelgebirgen je gelaufen bin. Aber eins nach dem anderen. Seit Langem will ich schon den Vorderen Hunsrück – in diesem Fall das sogenannte Rhein-Mosel-Dreieck – erwandern. Als Sohn des Hunsrücks, der auch alle Schattenseiten seiner Heimat kennengelernt hat, bin ich fasziniert von der Entwicklung dieser Region im Bezug auf das Wandern. Aber nicht nur davon. Aber ich greife vor. Also der Reihe nach. Ich wollte unbedingt mal den ÖPNV im Vorderen Hunsrück testen. Ich fahre mit der Bahn von Köln bis Koblenz. In Koblenz muss ich den Bus nehmen nach Emmelshausen. Es gibt zwar hier auch in Emmelshausen einen Bahnhof, aber die Verbindung mit dem Bus war in diesem Fall vom Timing her ziemlich ideal. Der …

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Eindrücklich auch bei wenig Wasser: der Wasserall der Wilden Endert

Wildes Enderttal

Durch das Tal der Wilden Endert von Kaisersesch nach Cochem Ich könnte die Tour durch das Tal der Wilden Endert auch von Maria Martental aus starten, aber Kaisersesch liegt verkehrsgünstiger. Dass mir aber gerade auf dem Wegstück von Kaisersesch nach Maria Martental ein besonderes Erlebnis zuteil wird, das kann ich beim Start noch nicht ahnen. Schon die Zugfahrt von Andernach nach Kaisersesch ist ein Erlebnis. Sie führt durch recht unterschiedliche Landschaften. Da sind zum einen die Abbau- und Verarbeitungsgebiete der Steineverarbeitenden Industrie etwa bei Plaidt, Kruft oder Mendig. Dann gibt es Streckenabschnitte, wie den durch das grüne Tal zwischen Monreal und Urmersbach, das mangels Straße keinen Autoverkehr kennt. Im wilden Westen Deutschlands Das erinnert mich – ich weiß nicht warum – an den Wilden Westen, in dem die Eisenbahn das erste Transportmittel war, das neue Landstriche erschloss. Es geht durch so unterschiedliche Eifelstädte wie Mayen und Monreal, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Mayen umgeben von großen, hässlichen Gewerbegebieten, Monreal, das beinahe mittelalterliche Städtchen, mit seinen denkmalgeschützten Fachwerkensembles, eingezwängt in das enge Tal der Elz. Einfacher …