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Hunsrück Traumschleifen

Die große Traumschleifenflut

Brauchen wir im Hunsrück wirklich 120 Traumschleifen? Ich habe in den letzten Jahren immer wieder – auch in aller Öffentlichkeit – laut den Kopf darüber geschüttelt, wenn ich las, wie viele Traumschleifen es mittlerweile gibt. Traumschleifen sind Wanderwege, die in der Nähe des großen Bruders Saar-Hunsrück-Steig den Wanderer anlocken (sollen). Schon als die Zahl von 111 Traumschleifen erreicht war, hatte mein Kopfschütteln Ausmaße erreicht, die Umstehende um meine Gesundheit fürchten ließen. Nun war ich gerade im Rahmen einer Erkundungstour in meiner Heimat im Hunsrück. Als mein Gastgeber erfuhr, dass ich wandern wollte, erzählte er mir, dass es direkt unterhalb des Dorfes einen Einstieg in eine relativ neue Traumschleife gibt. Der Name der Traumschleife ist hier egal, da es mir um das Konzept geht. Nachdem ich mit meiner Frau tagsüber auf dem Nahesteig gewesen war, blieb mir am Abend noch ein wenig Zeit, um die neue Traumschleife zu erkunden. Zwei Stunden hatte ich mir selbst gegeben. Es war tatsächlich nur wenige Hundert Meter unterhalb des Dorfes, wo der Weg die Straße kreuzte. Ich folgte ihm nach …

Wildenburg-wandern

Wildenburg – mon amour

Gehen oder nicht gehen, das ist hier die Frage Ich bin jetzt den dritten Tag hier im Hunsrück. Am ersten Tag das Klassentreffen, gestern die kleine Klettertour mit meinen Neffen Norman über die Felsklippen am Wildenburger Kopf und heute der Abschiedstag. Es ist Montag. Die Bahn nach Hamburg soll erst am späten Nachmittag fahren. Die beste Schwester der Welt wird mich nach Oberstein zum Bahnhof bringen. Das Wetter ist nicht allzu heiß. Was tun? Ich habe schon am Vortag nach dem alten Wanderpfad Ausschau gehalten, der von der Wildenburg hinunter nach Tiefenstein führt. Den haben wir als Jugendliche oft genutzt, um ins Staden-Schwimmbad zu laufen. Den Einstieg habe ich gefunden. Warum also nicht heute diesen Weg laufen? Ich schaue im Netz nach dem Fahrplan der städtischen Busse. Aber das ist leider keine sehr komfortable Auskunfts-App, sodass ich nicht wirklich klug daraus werde, wann die Busse von Tiefenstein – wo ich wahrscheinlich mit dem Pfad herauskommen werde –aus Richtung Oberstein fahren. Dann stellt sich heraus: Meine Schwester fährt sowieso nach Oberstein, weil sie zum Optiker muss! …

Felsen zum Klettern, Grüne Bäume, blauer HImmel, dramatische Wolken

Wildenburg – ein klein wenig klettern

Ein Tag in den Felsen Ungeplant ist meistens besser! Was tun am Sonntag-Nachmittag? Spazierengehen, den Hund ausführen oder lieber zur Wildenburg hoch? Mit dabei sind: Schwester Pia, Neffe Norman und Polly, der Hund. Mir steht der Kopf eher nach Wildenburg und ein bisschen Klettern. Das sag ich aber nicht laut. Mal sehen, was sich ergibt … Also auf zur Wildenburg. Aber nicht ins Wildfreigehege, sondern hoch zum Hexentanzplatz und zu den Felsenklippen, die den Höhenrücken hier krönen und die mich immer wieder – egal wie oft ich schon hier oben war – zum Klettern einladen. Wann war ich eigentlich das letzte Mal am Hexentanzplatz? Ich dachte, es sei im letzten Jahr gewesen. Auf den Aussichtsturm will ich nicht unbedingt, aber zumindest vom alten Plateau runterschauen auf Bruchweiler, Langweiler und die Höhenlinie des Hochwaldes. Danach wieder runter Richtung Hexentanzplatz. Und gleich zu Beginn vertue ich mich!  Ich dachte, der Aufstieg sei weiter links, während rechts ein breiter Pfad Richtung Osten läuft, wobei auch noch ausdrücklich auf den Hexentanzplatz hingewiesen wird. Blamier ich mich jetzt vor meinem …

Wasser, Wald, Sonnenaufgang, Seerosen

Der Sonne entgegen

Frühaufsteherwanderung zur Brühler Seenplatte. Wildschweine im Morgengrauen Unterhalb des Wasserturms befindet sich ein großer Parkplatz (Die Anfahrt zur Tour findest Du am Ende dieses Beitrages unter »Die Wanderung in harten Fakten«). Wenn Du mit dem Rücken zum Wasserturm stehst, siehst Du, dass sowohl am linken wie auch am rechten Ende des Parkplatzes Wege in den Wald hineinführen. Für diese Frühaufsteherwanderung nimmst Du den rechten Weg, auf dem es erst einmal ein Stück bergab geht. Und gleich bist Du mittendrin im satten Grün.

Süße schwere Rotweinreben am Weinstock. Ahrtal erleben für Weingenießer

Ahrtal erleben – Tag 1 und 2

Ahrtal erleben – auch für Nordlichter Obwohl ich mittlerweile in Schleswig-Holstein wohne, führt mich mein Weg immer wieder ins Ahrtal. Eine große Liebe verbindet mich mit dieser Landschaft. Sie ist für mich einmalig in Deutschland. Da bin ich also wieder. Am Samstag reise ich an und zwar mit der Bahn aus Hamburg. Der Reisetag beginnt mit großem Chaos. Im Kopf habe ich, dass der Zug 7.30 Uhr in Hamburg am Hauptbahnhof abfährt. Aber irgendwie ist mir komisch bei dem Gedanken. Und kaum sind wir in der Stadt, kommt mir die Idee, doch mal auf mein Ticket zu gucken. Ahrtal erleben: Das Abenteuer beginnt schon in Hamburg Soll man zwar nicht während der Fahrt, vor allem wenn man hinter dem Lenkrad sitzt. Aber das ist jetzt wichtig. Und tatsächlich: Laut Ticket steige ich in Hamburg-Altona ein. Das ist der andere große Fernbahnhof in Hamburg. Jetzt wird es zeitlich eng. Ich sehe mich schon am Bahnsteig stehen und dem Zug nachwinken. Jetzt heißt es Gas geben – in der Stadt. Wird sofort geahndet. Zwar versucht ein freundlicher …

Ahrtal erleben, Blick auf Rech

Ahrtal erleben – Tag 3

… dann doch der AhrSteig Steinthalskopf, Katzlei und … Den AhrSteig kenn’ ich wie meine Westentasche. In dieser Wanderwoche wollte ich das Ahrtal jenseits von AhrSteig und Rotweinwanderweg erkunden. Aber das gelingt nicht immer, denn egal, wie ich auch gehe, immer wieder kreuze ich einen der beiden Wege. Es ist der dritte Tag meiner Urlaubs, heute heißt es, das freundliche kleine Hotel Lindenmühle zu verlassen. Es ist auch der letzte Tag in Ahrweiler. Den Abend verbringe ich mit einem kleinen Abschiedsspaziergang durch die jetzt ruhiger gewordene Altstadt mit den verschiedenen Altstadttoren. Ahrtal erleben: der Plan Heute will über den Steinthalskopf zur Katzlei laufen und dann von dort über den Ahrtalweg bis Rech. Nach dem Frühstück im Hotel Lindenmühle regele ich den Gepäcktransport. Ich  bedanke mich noch für die freundliche Bewirtung und dann gehe ich los. Über mir spannt sich der heiter-blaue Himmel. Die Sonne strahlt mal wieder, als hätte sie das alleinige Sorgerecht über uns Menschen. Draußen vor der Tür zögere ich noch ein wenig.  Weiß nicht so recht, wohin ich mich wenden soll. Ich will beim Kloster Calvarienberg vorbei Richtung …

Ahrtal erleben auf alten Wegen, Blick vom Hornberg

Ahrtal erleben: Tag 4 – Ratlos im Sattel

Auf alten Wegen das Ahrtal erkunden Ich gebe zu, wenn es der Formulierung dient, biege ich auch schon mal die Fakten im Nachhinein zurecht. Will sagen: Ratlos war ich heute ein paar Mal auf meiner Tour, aber im Sattel habe ich nicht gesessen. Ich habe mich mein ganzes Leben noch nicht auf einen Pferderücken begeben, also auch noch nicht in einen Sattel. Andererseits habe ich heute auch einen Sattel passiert, und zwar den zwischen Teufelslei und Schrock. Über diesen Sattel führt nämlich der AhrSteig. Ihr dachtet, ich wollte doch nicht schon wieder auf den AhrSteig? War ich auch nicht, aber der Sattel ist aus vielen Gesichtspunkten interessant. Dort kreuzen sich nämlich eine Menge Wege, alte wie neue. Und dort beginnt auch der Aufstieg auf die Teufelslei, eine der wenigen Touren hier in der Gegend mit kleinen Klettereinlagen. Aber jetzt mal der Reihe nach. Genächtigt habe ich in Rech im Hotel Appel. Ein großer, weißer Bau, der direkt am Ortseingang von Rech steht. Ich wurde freundlich empfangen, mein Gepäck war schon da, nur mit dem Internet klappte …

Was für ein Bild, hier auf der Kuppe mit dem Stangenwald (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Ahrtal erleben – Tag 5

 Dem Eifelverein seine Wege … Ich weiß ja schon lange, dass der Eifelverein breite Wege liebt. Er ist ja schließlich ein Verein. Mit vielen Mitgliedern. Obwohl, die werden immer weniger. Mitgliederschwund nennt sich so was. Ich könnte auch sagen: Nachwuchsprobleme. Die jungen Leute haben kein Interesse am Vereinsleben. Dass der Eifelverein im Ahrtal die Wege ausgezeichnet hat, dafür bin ich im dankbar. Aber nicht immer hat er dabei ein glückliches Händchen.  Aber zurück zu den Wegen. Die sind breit, das sagte ich ja bereits. Weil der Eifelverein davon ausgeht, dass immer ganz viele zusammen wandern. Was ja der Sinn eines Vereins ist. Deshalb verlaufen die Hauptwanderwege des Eifelvereins meist auf breiten Forstwegen. Kann man ja mal machen. Nur: Der junge Wanderer – und nicht nur der – bevorzugt naturnahe Pfade und Steige. Es fällt dem Eifelverein noch immer schwer, das auch umzusetzen. Nun, irgendwann löst sich das Problem von selbst. Immerhin, das muss ich ihm zugute halten: Er pflegt noch alle vorhandenen Wege, während die Tourismus-Vereine meist nur den aktuellen, angesagten Steig bewerben. Was die …