Alle Artikel in: Fachsimpeln

Eine Wiese mit Bäumen, Frühdunst über der Landschaft, zauberhaft leuchtendes Licht

Wandern ist in

»Wandern ist in«. So lautete die Titelstory einer Ausgabe des Magazins Focus im Jahre 2005. Und der Trend ist – über 15 Jahre später – immer noch ungebrochen. Aber schon bevor prominente Bekenner wie Manuel Andrack Wanderbücher verfassten, konnten deutsche (aber auch internationale) Wanderregionen steigende Besucherzahlen registrieren. Ist aber Wandern nur eine neue Modeerscheinung wie Power Yoga, Tai Bo oder Chi Gong?  Es lohnt sich, den Motiven derer, die es hinauszieht in die Eifel, in den Harz, in den Schwarzwald, auf die Europäischen Fernwanderwege oder einfach nur in die Berge, auf den Grund zu gehen. Mag sein, dass Wandern eine kostengünstige Art ist, Urlaub zu machen. Aber das gilt nicht erst seit heute.  Wandern hat besonders in Deutschland eine lange Tradition. Es gibt kaum ein anderes Land, in dem Wandern so gut durchorganisiert ist wie hier bei uns. Regionale Wandervereine kümmern sich seit Jahrzehnten um die Anlage und Pflege von Wanderwegen. Überregional haben sie sich zusammengefunden zum Deutschen Wanderverband. Mittlerweile gibt es im zertifizierungssüchtigen Deutschland sogar ein Qualitätssiegel für Wanderwege, das nicht nur den Wanderweg, …

Ein rostiges Stahlfachwerk über einen Fluss, davor zwei Menschen, die sich das Wasser des Flusses anschauen

Die Hohenrheinbrücke bei Niederlahnstein

Überraschung! Heute mal kein Wanderbericht, sondern ich schreibe über eine Brücke, die mich bei einer meiner Wanderungen besonders beeindruckt hat. In nächster Zeit werde ich noch über weitere solche Brücken schreiben und dabei auf ihre Geschichte eingehen. Im heutigen Beitrag widme ich mich der Hohensteinbrücke bei Niederlahnstein, an der vorbeikommt, wer eine Wanderung durch die wildromantische Rupertsklamm gemacht hat und zu Fuß nach Lahnstein läuft. Dieses Eisenbahnviadukt ist so unbedeutend, dass eine Googlesuche kein Ergebnis bringt, jedenfalls nicht auf den ersten Seiten. Auch wenn der Name Hohenrheinbrücke uns glauben macht, dass die Brücke über den Rhein führt, befindet sich dieses alte Eisenbahnviadukt einige Kilometer vom größten deutschen Strom entfernt im Lahntal. Es hat seinen Namen nach der alten Lahnsteiner Gemarkung Hohenrhein.  In einem der schönsten deutschen Flusstäler verkehren auf der Lahntalstrecke zwischen Lahnstein und Diez Züge der Deutschen Bahn, aber auch solche regionaler Betreiber. Zwischen Niederlahnstein und dem alten Kaiserbad Bad Ems queren die Züge die Lahn über das alte Hohenrheinviadukt. Bei Friedrichssegen macht die Lahn einen weiten Bogen, dem die Bahnlinie weitgehend folgt, bis …

Hunsrück Traumschleifen

Die große Traumschleifenflut

Brauchen wir im Hunsrück wirklich 120 Traumschleifen? Ich habe in den letzten Jahren immer wieder – auch in aller Öffentlichkeit – laut den Kopf darüber geschüttelt, wenn ich las, wie viele Traumschleifen es mittlerweile gibt. Traumschleifen sind Wanderwege, die in der Nähe des großen Bruders Saar-Hunsrück-Steig den Wanderer anlocken (sollen). Schon als die Zahl von 111 Traumschleifen erreicht war, hatte mein Kopfschütteln Ausmaße erreicht, die Umstehende um meine Gesundheit fürchten ließen. Nun war ich gerade im Rahmen einer Erkundungstour in meiner Heimat im Hunsrück. Als mein Gastgeber erfuhr, dass ich wandern wollte, erzählte er mir, dass es direkt unterhalb des Dorfes einen Einstieg in eine relativ neue Traumschleife gibt. Der Name der Traumschleife ist hier egal, da es mir um das Konzept geht. Nachdem ich mit meiner Frau tagsüber auf dem Nahesteig gewesen war, blieb mir am Abend noch ein wenig Zeit, um die neue Traumschleife zu erkunden. Zwei Stunden hatte ich mir selbst gegeben. Es war tatsächlich nur wenige Hundert Meter unterhalb des Dorfes, wo der Weg die Straße kreuzte. Ich folgte ihm nach …

Mann mit grauen Haaren unter grünen Bäumen auf einem Felsplateau

Mit Knut am Battertfelsen
klettern

Eine Einladung in die Battertfelsenregion Die Battertfelsenregion oberhalb von Baden Baden ist eine beliebte Kletterregion. Schon vor Jahren schlug Knut »Du weißt ja, ich geh gerne steil«, mit dem ich schon die eine oder andere Tour im Ahrtal gemacht habe, mir vor, dass ich ihn mal in Karlsruhe besuche und wir dann in seinem zweiten Wohnzimmer eine Tour machen sollten. Zu der Einladung schickte er mir Fotos von den Battertfelsen. Das hätte er besser nicht gemacht. Ich und klettern!  Ich kriegte Zustände, schon allein bei der Vorstellung, im Fels zu hängen und dann nicht mehr ein oder aus bzw. rauf oder runter zu wissen. Knut sichert mich ab. Und ich klettere!? Tolle Vorstellung. Aber soweit ab von der Realität. Und ich war selber dran schuld. Leider hatte ich die Vorstellung bei der Wahl unserer Touren im Ahrtal genährt, dass ich genauso gerne steil ging wie er. Vor drei Jahren hatte ich mit ihm und Freunden die anspruchsvollste Tour im Ahrtal überhaupt gemacht: Über alle sieben Gipfel rund um Altenahr und Mayschoß. Immer rauf auf die …

Fasten und Wandern in Herbststimmung am Weiher

Fasten und Wandern zum
Zweiten

Stirb langsam … auf dem Kölnpfad 1 Ich weiß nicht, was mich dazu gebracht, ausgerechnet auf dem Kölnpfad zu wandern, während ich faste. Vielleicht war es der Gedanke, geschwächt und ermattet irgendwo im wilden Niemandsland der Eifel zusammenzubrechen, der mich diesen Wanderweg rund um Köln wählen ließ für meinen zweiten Fasten-Wanderversuch. Dass ich mich auf dem Kölnpfad eher verlaufen könnte als in der wilden Eifel, das musste ich dann erst erfahren. Mein erster Versuch zum Thema Fasten und Wandern liegt fast zwei Jahre zurück. Damals führte mich meine Wanderung im Frühling von Rheinbach über die Tomburg und in einem weiten Bogen wieder zurück. (Den Link zu diesem Bericht findest Du am Ende des Textes). Jetzt aber haben wir Winter und ich starte meine Tour am dritten Fastentag. (Anmerkung: Nicht alle Fotos der Strecke sind an diesem Wandertag entstanden!) Anders als bei meinem ersten Versuch habe ich aktuell so gut wie keine Umstellungsschwierigkeiten. Außerdem steht mir mein erfahrener Fastenguru Susanne (Wie heißt eigentlich die weibliche Form von Guru?) zur Seite. Von Anfang an ist klar, dass …

Bürgersteig, Autos, parken, Für Fußgänger ist kein Platz

Lebensgefährliche Eifel

Über die Kunst, in der Eifel als Fußgänger zu überleben. Fußgänger in der Eifel, gibt es die überhaupt? Gib mal bei Wikipedia ein: Fußgänger in der Eifel. Kennt Wikipedia nicht, garantiert. Also gibt es die auch nicht. Der Eifeler kennt keine Fußgänger Nun bin ich aber vor einiger Zeit hier in die Eifel gezogen. Und da ich kein Auto habe, bin ich viel zu Fuß unterwegs. Das ist nicht einfach. Weil der Eifeler keine Fußgänger kennt. Ja, es scheint sogar so, dass der hiesige Menschenschlag kurz nach der Pubertät eine kollekive Mutation erlebt. Unmittelbar vor seinem achtzehnten Geburtstag wachsen im da, wo die Beine sind, plötzlich vier Räder. Ab diesem Zeitpunkt sieht man ihn also nur noch auf vier Rädern unterwegs. Zigaretten holen? Nur auf vier Rädern! Zum nächsten Briefkasten? Auf keinen Fall zu Fuß. Nun ist das mit den Rädern statt Beinen so ne Sache. Das muss ja auch erstmal geübt werden. Klappt halt nicht direkt. Vor allem nachts nicht. Deshalb findet sich so mancher Eifeler plötzlich im Straßengraben wieder. Passiert ständig. Vor ein …

Der AhrSteig blau bei Aremberg

AhrSteig blau in 2 Etappen: Tag 2

Mein zweiter Tag auf dem AhrSteig blau Ihr erinnert euch? Ich will versuchen, den kompletten AhrSteig blau in zwei Etappen zu bewältigen. Am ersten Tag wanderte ich von Blankenheim bis nach Eichenbach. Das war etwas mehr als die beiden offiziellen ersten Etappen. Heute steht der Rest der Tour an: Von Eichenbach bis Kreuzberg. Das ist noch einmal ein wenig mehr als am Vortag und da war ich abends schon ziemlich erschöpft. Was wird also der neue Tag bringen? Der Tag beginnt mit einem ausgiebigen Frühstück Gestern bin ich erschöpft und müde in Eichenbach ins Hotelbett gekrochen. Mein Schlaf war tief und fest. Am heutigen Morgen bin ich schon früh auf den Beinen. Frühstück gibt es morgens erst ab 9 Uhr, auf Wunsch aber auch früher. Der Frühstücksraum – es handelt sich um den kleineren der beiden Räume, in denen am Abend vorher gespeist wurde, ist fast leer. Außer mir sind nur zwei junge Männer beim Frühstücken. Wie ich später feststelle, sind es zwei Holländer, die sich an diesem Sonntag noch an den Berg- und Talfahrten …

Weg, Wanderweg, Odenwald, Frauen, Wandern, Lächeln, Waldrand, Wiese, blauer Himmel.

Wrightsock goes Megamarsch

Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen.

Ganz ehrlich: Die 100 km, die in 24 Stunden zu laufen sind, nötigen mir schon Respekt ab. Respekt für alle, die sich auf diese Challenge einlassen. Respekt vor der Strecke, Respekt vor der Leistungsfähigkeit des Menschen getrieben vom Willen, diese Herausforderung zu schaffen. Respekt vor jedem, der sich eingesteht, dass es genug ist, sei es nach 80, nach 60 oder nach 40 Kilometern.

Oberhof am Rennsteig. Weit schweift der Blick über die mit endliosen Nadelwäldern bedeckten Kuppen des Thüringer Waldes (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Wanderblogger am Rennsteig

Heute werde ich ihn zum ersten Mal selbst erleben – Deutschlands ältesten und bekanntesten Fernwanderweg: den Rennsteig.
ich bin schon ganz neugierig. ich habe viel von ihm gehört, auch selbst schon einen Wanderfüher über den Rennsteig bearbeitet. Aber wie wird es sein, ihn selbst zu wandern? Aber zunächst einmal gilt es, die Nacht rumzubringen

24-Stunden-Wanderung, Wandermarathon, Start im Morgengrauen, Menschen, Wanderer, Sonne, Wandergruppe, Rast, Verpflegungstation

Alles Masochisten!?

Warum tun sich Menschen sowas an? Wer läuft freiwillig 100 Kilometer in 24 Stunden durch, ohne einmal zu schlafen?
Sandra B. ist einer dieser Menschen. Auf meine Frage nach dem »Warum?« schreibt sie: Ich wollte einfach an meine Grenzen gehen, bzw. gucken wann meine Grenze erreicht ist … Aber da geht noch was …!!! Ich brauch’ immer Herausforderungen …!!!!

Panoramen vom Steinerberg, eines faszinierender als das andere (Foto: Norbert Schneider)

Wandern im Ahrtal – aber richtig

Wandern im Ahrtal und im Ahrgebirge Das Ahrtal ist zu jeder Jahreszeit ein faszinierendes Wanderziel. Diese Vielfalt an wildromantischen Landschaftsformen aus schmalen Klippen, lichten Eichenwäldern, grünen Flussauen und steilen Weinbergslagen auf engstem Raum, das gibt es kein zweites Mal. Dazu ein unvergleichlicher Reichtum an sinnlichen Eindrücken. Das findet sich so in keinem anderen deutschen Mittelgebirge. Besonders schön ist es im Frühjahr, wenn die Natur mit üppigem Grün nicht geizt. Ein ganz besonderes Wandererlebnis versprechen aber auch die Herbstmonate September und Oktober. Dann färben sich Wein- und Baumlaub und die Weinberge erstrahlen in feurigen Farben. Neben dem AhrSteig als Prädikatswanderweg und dem Rotweinwanderweg, der einer der ältesten und renommiertesten deutschen Themenwanderwege ist, hat das Ahrtal noch eine Vielzahl anderer Rund- und Streckentouren zu bieten. Am Ende dieses Artikels findest Du eine kleine Literaturübersicht mit den schönsten Wanderführern für das Ahrtal. Nach Regenfällen ist zumindest auf Teilen des AhrSteigs Vorsicht geboten. Dies gilt vor allem im Herbst, wenn das herabfallende Laub auf nassem Boden landet. Dann besteht auf den schmalen und steilen Bergpfaden Rutschgefahr. Das Ahrtal ist nicht …

Passend zum Blog: Meine Outdoorsandalen nach einer Schlammschlacht (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Zeigt her eure Füße

Heißt eigentlich: Zeigt her eure (Outdoor-)Schuhe Zeigt her eure Füße!? Hat da jemand echt Interesse, mit welchen Schuhen ich rausgehe, wenn ich rausgeh? Also zum Wandern mein ich. Und dieser jemand nennt sich auch noch matschbar, also seinen Blog. Matsch? Da bin ich ganz vorn mit dabei. Mit Matsche habe ich es nämlich auch. Gleich hier der erste Beweis: Outdoor- oder Straßenschuh? Beides! Nun aber mal ernst. Brauche ich Profi-Wanderschuhe? Meine Antwort lautet: Jein. Ich bin in den letzten Jahren schon viele Kilometer mit Straßenschuhen gewandert. Bin damit bei meiner ersten 24-Stunden Wanderung in Bernkastel-Kues im Jahr 2015 sogar 62 Kilometer am Stück gelaufen. Die Schuhe trage ich heute noch. Wäre mal interessant zu wissen, wieviel Kilometer die schon auf dem Buckel haben. Tausend oder mehr. Wenn ich die Kilometer dazurechne, die ich in der Stadt oder auf normalen Wegen damit zurückgelegt habe, sind es bestimmt noch mehr. Beim Bloggerwandern im Westerwald (Westerwald-Wandermarathon) im letzten Jahr bin ich sogar den ganzen Tag durch nasse Wiesen und über feuchte Waldwege damit gelaufen. Teilweise hatte ich dabei …

Ein Weg, ein Weinberg, dahinter die Ruine der Saffenburg unter strahlend blauem Himmel

AhrSteig: die Schönste

Die neue AhrSteig-Etappe 5 schafft endlich den Lückenschluss Der lang ersehnte AhrSteig-Lückenschluss ist mit der neuen AhrSteig-Etappe 5 endlich geschafft. Und nicht nur das: Anfang Januar 2017 bekam er nun auch seine offizielle Anerkennung durch den Deutschen Wanderverband. Ab sofort ist der gesamte AhrSteig von der Quelle bis zur Mündung zertifiziert. Was bleibt, ist die unterschiedliche Farbkennung für die oberen Abschnitte des Prädikatswanderweges (von Blankenheim bis Kreuzberg) als AhrSteig blau und die unteren als AhrSteig rot (von Kreuzberg bis Sinzig). Dieser Zuordnung folgend ist die neue Etappe 5 also mit dem roten AhrSteig-Symbol gekennzeichnet. Nach langem zähem Ringen mit Forstverwaltung und Jagdpächtern hatte man Ende 2015 endlich eine Wegführung gefunden, die den Charakter des restlichen AhrSteigs nicht nur erreicht, sondern sogar noch toppt. Für ein ganzes Jahr war diese Strecke als neuer Ahrsteigverbindungsweg ausgezeichnet. Jetzt darf sie sich ganz offiziell auch AhrSteig nennen. Durch das enge Tal, über schmale Felsklippen, die der Fluss hat stehen lassen, aber auch über lichte Eichenwaldkuppen führend, vermittelt diese neue Etappe die schönsten Aspekte des wildromantischen Ahrtals. Die Tour beginnt Die Tour …

Hier steht ein Foto mit dem Titel: Es sollte dauern, bis ich an denen vorbei war (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Vorbereitungstipps für den
Megamarsch oder …

Die beste Vorbereitung auf eine 24-Stunden-Wanderung
Du willst an einem Mammutmarsch, einem Megamarsch, einer 24-Std.-Wanderung, an einem Wandermarathon oder einer anderen Langstrecken-Wanderung teilnehmen? Und jetzt fragst Du Dich, wie Mensch sich am besten in Form bringt, um auch die Langstrecken zu bewältigen!?

Ein karges Holzkreuz vor strahlendblauem Himmel auf einer Felsengruppe über dem Ahrtal

Die Seven Summits im Ahrtal

Seven Summits im Ahrtal an einem einzigen Tag Nicht  „4 Tage – 4 Gipfel“ – nein, alle Gipfel rund um Altenahr an einem einzigen Tag – ohne Sauerstoff und Sherpas. Wir waren jung, wir waren ehrgeizig, wir waren verwegen. Das einzige, was wir mitbrachten, war ein klein wenig Erfahrung. Und wir waren gut – so gut, dass wir alle Seven Summits im Ahrtal an einzigen Tag bezwangen. 70 Jahre alt wird er dieses Jahr – Reinhold Messner – unser großes Vorbild. Ihm zu Ehren wollten wir diese Strapazen in Kauf nehmen. Wir, das waren Knut – ein ehemaliger Klassenkamerad und Berggefährte – (Zitat: Du weißt, dass ich gerne senkrecht gehe.) und ich – einer der ersten, der sich vor Jahren in die bis dato noch unbekannte Wildnis des Ahrtals traute. Ja, früher hatten schon wagemutige Reisende über das wildromantische Ahrtal geschrieben. Aber Zweifel sind angebracht, ob sie jemals wirklich so tief dort eingedrungen waren, dass sie sich mit Fug und Recht als Entdecker bezeichnen dürfen. Erst vor wenigen Jahren gelang es mir auf einer Ein-Mann-Expedition …

Das Licht ist das, was die Seele sucht (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Einfach gehen – Wege für die Seele

Wandern – erfrischend für die Seele Gibt es ein Wandern abseits der Steige, jenseits von Traumschleifen, Traumpfaden, Mittelalterpfaden und allem, was findige Touristiker uns verkaufen wollen? Ich bin als Kind in einem kleinen Dorf im Hunsrück aufgewachsen. Wir waren einfach draußen. Wir verschwanden nach der Schule in den Wiesen, in den Feldern, in den Büschen, im Wald. Cowboy und Indiander spielen, Hütten bauen, in den Felsen an der Wildenburg klettern, so sah unsere Kindheit aus. Sonntags mussten wir dann doch ab und an mit unseren Eltern spazieren gehen, ungern, wer kennt das nicht. Aber von Zeit zu Zeit waren darunter sogar recht interessante Ausflüge. So zum Beispiel, wenn es im Herbst nächtens in den stockdunklen Wald ging, ganz leise, ohne Taschenlampe, um die Hirsche bei der Brunft zu belauschen. Und heute: Heute wandere ich über Steige, über Premiumwanderwege, über Traumschleifen, Traumpfade  und alles, was sich Touristiker und Marketingexperten noch so ausdenken, um aktive Menschen in ihre Region zu locken. Ich kenne viele dieser Premiumwege, kenne den einen oder anderen sogar sehr gut. Aber gerne suche ich mir immer noch meine Wege selbst, …

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Schon von Weitem ist die Tomburg zu sehen. (Foto: H.-J. Schneider)

Fasten und Wandern – ein Selbstversuch

Kann man Wandern gehen, während man fastet? Natürlich geht das, man braucht nur im Web danach zu suchen, es gibt eine ganze Menge Angebote. Aber, da es mir die Woche über körperlich nicht so gut ging, habe ich am Donnerstag beschlossen, die nächsten drei Tage zu fasten. Ich will es also an mir selbst ausprobieren. Nun steht mir seit drei Wochen ständig die Tomburg bei Rheinbach vor meinem inneren Auge. Und am Samstag ist der ideale Tag für diese Tour.

Hier steht ein Foto mit dem Titel: Hier der Beweis: Auf dem nassen Gras läuft es sich besser als auf den Steinen

Barfuß wandern auf dem AhrSteig

Barfuß wandern über Stock und Stein – und das auf dem AhrSteig. Wieweit werde wohl kommen? Werde ich die 18 Kilometer schaffen? Wie es ausging, liest Du hier.