Alle Artikel in: Allgemein

Der AhrSteig blau bei Aremberg

AhrSteig blau in 2 Etappen: Tag 2

Mein zweiter Tag auf dem AhrSteig blau Ihr erinnert euch? Ich will versuchen, den kompletten AhrSteig blau in zwei Etappen zu bewältigen. Am ersten Tag wanderte ich von Blankenheim bis nach Eichenbach. Das war etwas mehr als die beiden offiziellen ersten Etappen. Heute steht der Rest der Tour an: Von Eichenbach bis Kreuzberg. Das ist noch einmal ein wenig mehr als am Vortag und da war ich abends schon ziemlich erschöpft. Was wird also der neue Tag bringen? Der Tag beginnt mit einem ausgiebigen Frühstück Gestern bin ich erschöpft und müde in Eichenbach ins Hotelbett gekrochen. Mein Schlaf war tief und fest. Am heutigen Morgen bin ich schon früh auf den Beinen. Frühstück gibt es morgens erst ab 9 Uhr, auf Wunsch aber auch früher. Der Frühstücksraum – es handelt sich um den kleineren der beiden Räume, in denen am Abend vorher gespeist wurde, ist fast leer. Außer mir sind nur zwei junge Männer beim Frühstücken. Wie ich später feststelle, sind es zwei Holländer, die sich an diesem Sonntag noch an den Berg- und Talfahrten …

Wiesensteig wandern

Drei Tage im Wanderparadies – Tag 1

Schwarzwälder Wandersinfonie – die Ouvertüre Gott erschuf die Erde in sechs Tagen. Am siebten Tag ruhte er von seiner Arbeit aus. So wird es uns in der Kirche gelehrt. Ich kenne aber noch eine andere Version dieser Geschichte: Gott war ein unruhiger und kreativer Geist. Als er sich am siebten Tag genug über das gefreut hatte, was er da erschaffen hatte, juckte es ihn gleich wieder in den Fingern. In seiner (Schöpfungs-)Werkstatt hatte er noch einen ganzen Haufen saftig grüner Wiesen, noch jede Menge tiefblauen Himmel und Berge voller dunkler Tannen übrig. Angesichts dessen bekam er gleich wieder Lust, noch ein ganz besonderes Fleckchen Erde zu gestalten. So schuf er mit viel Liebe und großer Hingabe einen verzauberten Landstrich und nannte ihn Paradies. Weil dieser Name aber durch bekannte Ereignisse in Verruf kam, tauften die Menschen das Tal dann um in Bad Peterstal-Griesbach. Er hatte so viel Spaß an diesem Stück Natur, dass er darüber fast Kaffee und Kuchen vergaß. Weil er jedoch mit diesem Landstrich so zufrieden war, erfand er auch gleich noch die passende …

Die Fahne auf dem Paradiesfelsen, im Hintergrund ein Schwarzwaldhaus vor der grünen Silhouette eines mit Wald bestandenen Hügels

Drei Tage im Wanderparadies – Tag 2

Tag 2 im Wanderparadies – auf dem Himmelssteig ins Paradies Wir erinnern uns: An Tag 1 im Wanderparadies haben wir etwas über den Schöpfungmythos von Bad Peterstal-Griesbach erfahren. Gewandert sind wir auch ein bisschen, gegessen haben wir reichlich in einem himmlischen Restaurant, wo der Abend für mich an der Theke endete. Geschlafen habe ich wenig, denn die Nacht war so ruhig, dass ich ganz unruhig wurde. Aber das lag vermutlich mehr am Vollmond als an der Stille dieses Ortes. Und auch die unruhigste Nacht ist mal vorbei. Der nächste Morgen (also der von Tag 2) sieht mich wohlgelaunt am Frühstückstisch. Heute geht es dem Himmel entgegen – auf dem Himmelssteig. Celine (zur Erinnerung: Wer durch den Hunsrück will, muss verteufelt gut fahren) holt mich pünktlich ab. Heute geht es erstmal zur Tourist Information von Bad Peterstal. Dort gibt es das Testcenter von Best of Wandern. Wer als Gast erst vor Ort die Lust aufs Wandern bekommt, kann sich hier probeweise für den ersten Wandertag Ausrüstung ausleihen. Das können Wanderstöcke sein, ein Rucksack oder vielleicht sogar …

Schwarzwaldsteig Wandern, alle Teilnehmer des Bloggerwanderns auf einem Foto

Drei Tage im Wanderparadies – Tag 3

Der Peterstaler Schwarzwaldsteig Ich bin eigentlich ein introvertierter Mensch. Will sagen, auch wenn ich unter Menschen bin, halte ich mich kommunikativ eher zurück, brauch meine Pausen, meine stillen Momente. Das ist bei einem Bloggerwochenende manchmal schwierig. Und nicht alle verstehen das. Man hält mich dann für einen Einzelgänger, für schlecht gelaunt oder schlimmstenfalls für überheblich. In Bad Peterstal-Griesbach habe ich zwei Tage lang ganz vorne mitgemischt, habe unsere Wanderführer ausgehorcht, habe Kontakte geschlossen, habe mitdiskutiert. Und es kam, wie es kommen musste. Am dritten Tag fordert die Introversion ihr Recht. Ich bin also am Morgen einsilbig, froh, dass ich erstmal alleine frühstücken kann und noch keiner mit mir reden will. Heute ist es nicht Celine, die mich abholt, sondern eine Kollegin von der Tourist-Information. Sie ist bemüht, mich schon auf der Fahrt zum Treffpunkt zu unterhalten. Auf dem Weg  ins Tal sieht sie an einer Scheune den »Herrgottschnitzer« des Ortes, der gerade mit seiner Motorsäge einen großen Vogel aus einem Holzstück herausschneidet. Sie will ihn mir vorstellen, er bekommt erst mal gar nicht mit, dass …

Junges Wollgras, braune Erde, im Wasser spiegelt sich der Abendhimmel

Wanderung im Himmelmoor

Lust auf eine kleine Abendwanderung durchs Himmelmoor bei Quickborn Es ist einer dieser gerade vergangenen warmen Apriltage, die bei den Zeitungsmeteorologen düstere Ahnungen von einem neuen Dürresommer aufkeimen lassen. Ein wenig kühler ist es schon geworden. Das merke ich, als ich vor die Tür trete. Ganz spontan kommt mir die Idee, noch einmal ins Himmelmoor bei Quickborn zu fahren. Mein zweiter Besuch im Himmelmoor Vor ein paar Tagen erst war ich zum ersten Mal da. Allerdings mit zwei Begleiterinnen und mit einer ganz bestimmten Mission. Über diese will ich aber lieber schweigen. Das war am vorherigen Sonntag, bei allerschönstem Wetter. Daher war auf dem kleinen Besucherparkplatz nur mit Glück eine Lücke zu finden, wo sich Berbel, unser kleiner Smart, ausruhen konnte. Entsprechend viel los war unterwegs auf den Torfwegen. Solchem Massenansturm will ich diesmal entgehen. An einem Wochentag sollte nicht so viel los sein und jetzt am frühen Abend saßen die meisten wohl lieber nach getaner Arbeit zu Hause am Abendbrottisch oder vor dem Fernseher. Ruhe im Moor Auf dem Parkplatz am Moor stehen diesmal tatsächlich …

Schlepper am Kai auf der Elbe im Gegenlicht

Hamburg Altona – deine
Sehenswürdigkeiten

Altona – Teil meines Lebens Was macht man, wenn man zwischen einem Termin in Altona und dem Dienstbeginn in Othmarschen fast vier Stunden Zeit zum Vertrödeln hat? Ging mir gerade am vergangenen Montag so. Wie immer ungeplant. Nach dem Termin, der mich ein wenig nachdenklich zurückgelassen hat, finde ich mich im Mercado wieder – Hamburger wissen, was ich meine. Aber ich kann nicht vier Stunden in Bäckerei-Cafés rumsitzen oder endlos meine Runden drehen. Nachdem ich meinen Hunger gestillt, mir verschiedene Bekleidungsshops von außen angesehen und vor der Eisdiele im ersten Stock gekniffen habe, fällt mir nicht mehr viel ein, wie ich meine Zeit noch weiter inhouse verbummeln könnte. Warum nicht ein wenig Altona und seine Sehenswürdigkeiten erkunden? Und zwar auf einer selbst erdachten Sightseeing-Runde. Vom Bahnhof Altona führt mich mein Weg zum Platz der Republik. Ich würde es lieber Park nennen, aber okay. Schon seit Langem frage ich mich, was es mit den beiden Centauren auf sich hat, die scheinbar um einen dicken Fisch rangeln. Ich werde meine kluge Katze fragen, die ja (fast) alles …

Sonne und Wolken – Wandern auf Rügen

Rügen – There is an
Island in the sun …

Wanderungen und Ausflüge auf der Sonneninsel Rügen »Mehr Sonne als auf Rügen gibt es nirgendwo in Deutschland. Das beweisen jedenfalls die Messungen der 217 Stationen des deutschen Wetterdienstes.« So berichtet die Ostseezeitung schon im Jahr 2013. Ich selbst bin vor genau 20 Jahren zum ersten  Mal auf Rügen gewesen. Und als wir – die Katze und ich – uns jetzt fragten, wo man Ende Oktober noch Urlaub machen kann, bekam ich spontan Lust, mich zusammen mit meiner Liebsten noch einmal auf der Sonneninsel umzusehen. 1999 waren noch überall die Nachwirkungen der Wendezeit zu spüren. Vieles war im Umbruch, an vielen Stellen wurde renoviert bzw. neu gebaut, aber die alte DDR-Zeit war noch allerorts vorhanden. Überall begegnete ich nicht erfüllten Träumen von Freiheit, die in Frustration geendet hatten. Damals hatte ich in Götemitz mein Domizil aufgeschlagen, das war das Ergebnis einer spontanen Entscheidung. So mitten auf der Insel schien mir damals passend. Diesmal aber haben wir uns für eine Unterkunft in der Nähe der bekanntesten Sehenswürdigkeiten entschieden, das war für uns an der Ostküste, weil wir …

Ahr, Ahrtal, Ahrtsteg-Etappe

In der Mitte entspringt ein Fluss

Mitten in Blankenheim, im Sockel eines alten Fachwerkhauses befindet sich die Quelle der Ahr. Hier beginnt zugleich die erste Ahrsteigetappe.

Husum, graue Stadt am Meer, der Hafen, blauer HImmel, weiße Wolken

Husum – Graue Stadt am Meer

Husum – ein etwas anderer Geburtstag Was wünscht man sich zum Geburtstag, wenn man in einem Alter ist, indem man schon erfahren hat, dass weltliche Dinge nicht unbedingt glücklich machen? Immer wieder habe ich mich in den letzten Jahren bei der Frage, was ich mir zum Geburtstag wünsche, in der Situation wiedergefunden, dass ich ratlos mit den Schultern zuckte. Mir fiel nichts ein. Spenden statt Geschenke? Eine sinnvolle Aktion, aber ich habe bei solchen Aktionen von Freunden erfahren müssen, dass das nur Erfolg verspricht, wenn man ein großes Fest macht und eine Spendenbox aufstellt. Das große Fest aber hat sich 14 Tage vor meinem Geburtstag in Luft aufgelöst. Zu viele Freunde haben abgesagt. Bücher? Bücher gehen immer, kommen in der Regel auch gut an. Ich bin ein großer Krimi-Fan. In diesem Fall aber hat ein Buch, das ich schon Wochen vor meinem Geburtstag von meiner Frau geschenkt bekam, die Schlüsselrolle gespielt. Es handelt sich um einen Regionalkrimi, der in Husum spielt. In diesem Krimi spielt Theodor Storm bzw. ein plötzlich aufgetauchtes Romanmanuskript, das dem alten …

Mann mit grauen Haaren unter grünen Bäumen auf einem Felsplateau

Mit Knut am Battertfelsen
klettern

Eine Einladung in die Battertfelsenregion Die Battertfelsenregion oberhalb von Baden Baden ist eine beliebte Kletterregion. Schon vor Jahren schlug Knut »Du weißt ja, ich geh gerne steil«, mit dem ich schon die eine oder andere Tour im Ahrtal gemacht habe, mir vor, dass ich ihn mal in Karlsruhe besuche und wir dann in seinem zweiten Wohnzimmer eine Tour machen sollten. Zu der Einladung schickte er mir Fotos von den Battertfelsen. Das hätte er besser nicht gemacht. Ich und klettern!  Ich kriegte Zustände, schon allein bei der Vorstellung, im Fels zu hängen und dann nicht mehr ein oder aus bzw. rauf oder runter zu wissen. Knut sichert mich ab. Und ich klettere!? Tolle Vorstellung. Aber soweit ab von der Realität. Und ich war selber dran schuld. Leider hatte ich die Vorstellung bei der Wahl unserer Touren im Ahrtal genährt, dass ich genauso gerne steil ging wie er. Vor drei Jahren hatte ich mit ihm und Freunden die anspruchsvollste Tour im Ahrtal überhaupt gemacht: Über alle sieben Gipfel rund um Altenahr und Mayschoß. Immer rauf auf die …