Alle Artikel mit dem Schlagwort: Teufelsloch

Ein Weg, ein Weinberg, dahinter die Ruine der Saffenburg unter strahlend blauem Himmel

AhrSteig: die Schönste

Die neue AhrSteig-Etappe 5 schafft endlich den Lückenschluss Der lang ersehnte AhrSteig-Lückenschluss ist mit der neuen AhrSteig-Etappe 5 endlich geschafft. Und nicht nur das: Anfang Januar 2017 bekam er nun auch seine offizielle Anerkennung durch den Deutschen Wanderverband. Ab sofort ist der gesamte AhrSteig von der Quelle bis zur Mündung zertifiziert. Was bleibt, ist die unterschiedliche Farbkennung für die oberen Abschnitte des Prädikatswanderweges (von Blankenheim bis Kreuzberg) als AhrSteig blau und die unteren als AhrSteig rot (von Kreuzberg bis Sinzig). Dieser Zuordnung folgend ist die neue Etappe 5 also mit dem roten AhrSteig-Symbol gekennzeichnet. Nach langem zähem Ringen mit Forstverwaltung und Jagdpächtern hatte man Ende 2015 endlich eine Wegführung gefunden, die den Charakter des restlichen AhrSteigs nicht nur erreicht, sondern sogar noch toppt. Für ein ganzes Jahr war diese Strecke als neuer Ahrsteigverbindungsweg ausgezeichnet. Jetzt darf sie sich ganz offiziell auch AhrSteig nennen. Durch das enge Tal, über schmale Felsklippen, die der Fluss hat stehen lassen, aber auch über lichte Eichenwaldkuppen führend, vermittelt diese neue Etappe die schönsten Aspekte des wildromantischen Ahrtals. Die Tour beginnt Die Tour …

Das Novemberlicht verleiht der Szenerie einen magischen Glanz

Engelsley und Teufelsloch – Abschied im November

Was Engelsley und Teufelsloch für mich verbindet Engelsley und Teufelsloch, Schwarzes und Weißes Kreuz, Gut und Böse, Erdverhaftetheit und geistiges Leben, harte Arbeit und sinnliches Genießen: Nirgendwo habe ich diese Gegensatzpaare  auf so engem Raum versammelt gefunden wie im Ahrtal. Und damit ist diese reiche Landschaft ein wunderbares Spiegelbild der menschlichen Seele. Wenn man dann diese Tour noch im November macht, wenn die Bäume allmählich kahl werden, wenn die Weinfeste vorbei sind, wenn das Wetter verrückt spielt, heißt es Abschied nehmen: Abschied von der Fülle des Sommers, Abschied von den langen Tagen, Abschied vom Licht, Abschied von der Extraversion. Abschied nehmen heißt aber vor allem auch: nach innen schauen.

Ein karges Holzkreuz vor strahlendblauem Himmel auf einer Felsengruppe über dem Ahrtal

Die Seven Summits im Ahrtal

Seven Summits im Ahrtal an einem einzigen Tag Nicht  “4 Tage – 4 Gipfel” – nein, alle Gipfel rund um Altenahr an einem einzigen Tag – ohne Sauerstoff und Sherpas. Wir waren jung, wir waren ehrgeizig, wir waren verwegen. Das einzige, was wir mitbrachten, war ein klein wenig Erfahrung. Und wir waren gut – so gut, dass wir alle Seven Summits im Ahrtal an einzigen Tag bezwangen. 70 Jahre alt wird er dieses Jahr – Reinhold Messner – unser großes Vorbild. Ihm zu Ehren wollten wir diese Strapazen in Kauf nehmen. Wir, das waren Knut – ein ehemaliger Klassenkamerad und Berggefährte – (Zitat: Du weißt, dass ich gerne senkrecht gehe.) und ich – einer der ersten, der sich vor Jahren in die bis dato noch unbekannte Wildnis des Ahrtals traute. Ja, früher hatten schon wagemutige Reisende über das wildromantische Ahrtal geschrieben. Aber Zweifel sind angebracht, ob sie jemals wirklich so tief dort eingedrungen waren, dass sie sich mit Fug und Recht als Entdecker bezeichnen dürfen. Erst vor wenigen Jahren gelang es mir auf einer Ein-Mann-Expedition …

Bunte Fratzen in Astlöcher gemalt überraschen auf der Gruppenwanderung an der Ahr

Mein zweites Mal

Mein zweites Mal: Wandern mit einer Gruppe an der Ahr (Zwei Anmerkungen zu Beginn: 1) Diese Wanderung, das geht schon aus der Überschrift hervor, war eine meiner ganz frühen Gruppenwanderungen an der Ahr. 2) Die Fotos in diesem Beitrag wurden bei unterschiedlichen Begehungen der Route gemacht. Bei der hier beschriebenen Tour wollte der Fotoapparat nicht mitspielen.) 30. Mai, der erste Tag des Ahrtal-Aktion 4 Tage – 4 Gipfel. Nach den guten Erfahrungen mit der ersten Gruppewanderung an der Ahr am Pfingstsonntag wage ich eine zweite Gruppfenführung. Die Wettervorhersage meint es wieder nicht gut. Ich wache mit Kopfschmerzen auf – Wetterumschwung? Über Facebook erhalte ich auf Anfrage die Nachricht, dass im Ahrtal in diesem Augenblick blauer Himmel vorherrscht. Ich telefoniere, frage die Mitwanderer, wie es mit ihrer Wanderlust aussieht. Immerhin hatten sich fünf Mitwanderer angesagt. Die meisten sagen ab, als ich erwähne, dass sie besser Regenzeug mitnehmen. Einzig Susanne aus Köln scheint wetterfest. Also fahren wir zu zweit Richtung Ahr. Gruppenwanderung im Kleinstformat Bis zur Ankunft in Altenahr-Kreuzberg wollen wir noch unsere Tour ausarbeiten. Aber wir quatschen über alles andere …

anders wandern einfach gehen

Liebe, Lucifer und Leidenschaft im Ahrtal – Teufelsloch, die dritte

Happiness and Sunshine is all we’re livin’ for. Von den Bildern des WDR-Beitrages inspiriert, wurde der Wunsch an mich herangetragen, die dort vorgestellte Tour erneut als Wanderung anzubieten. Innerhalb von einer Woche bin ich den Weg nun schon zweimal mit Freunden gegangen. Beim ersten Mal brachen wir am Silvestermorgen zu zweit auf. Am heutigen Samstag waren wir gleich zu sechst. Der Silvestertag überraschte uns mit wunderbarem Wanderwetter, am heutigen Samstag war der Himmel die ganze Zeit bedeckt, aber dafür herrschte in der Gruppe eine wunderbare Stimmung. Wir: das war eine bunte Mischung aus Hüft- und Lendenlahmen, aus Ungläubigen und (Schein-)Heiligen, aus Weltverbesserern und  Fatalisten, aus  altgedienten Wanderern und junggebliebenen Hüpfern. Es wurde viel gescherzt und gelacht, die gelöste Stimmung übertrug sich auf jeden Einzelnen und am Ende waren wir alle glücklich und ein gleichzeitig ein wenig traurig, dass dieser Tag schon vorbei war.

Ahrtal erleben auf alten Wegen, Blick vom Hornberg

Mit dem WDR auf den Spuren von Engeln und Teufeln

Wandern gegen den Weihnachtsspeck. Was tun nach dem großen Gefuttere an den Weihnachtstagen? Der Wanderblogger Hans-Joachim Schneider (www.anders-wandern.de) hält eine Wanderung rund um die Burg Are für genau das Richtige. Er nimmt uns mit auf seine liebste Wanderstrecke durch das Ahrtal. So oder so ähnlich lautet die Ankündigung zu einem kleinen WDR-Beitrag im Dezember 2013, der zwischen den Feiertagen in der WDR-Lokalzeit ausgestrahlt wurde. Ganz kurzfristig hat sich seinerzeit ein WDR-Redakteur bei mir gemeldet und mich gefragt, ob ich Lust hätte, in Begleitung eines WDR-Filmteams eine Wanderung im Ahrtal zu machen. Und ob ich Lust habe. Wie oft bekomme ich eine solche Gelegenheit!? Schnell wurden noch ein paar erforderliche Genehmigungen eingeholt. Und ein paar Tage später ging es schon los. Das Wetter spielte mit, die Sonne schien, der Wind war moderat. Da ich am Drehtag an einer beschissenen Grippe litt, war ich kurz davor, den Dreh abzusagen. Aber: Wie oft … Wir waren im Ahrtal an insgesamt drei Drehorten etwas mehr als einen halben Tag unterwegs. Der finale Filmbeitrag dauerte knapp drei Minuten, aber die …