Alle Artikel mit dem Schlagwort: Wandern Eifel

Das Novemberlicht verleiht der Szenerie einen magischen Glanz

Engelsley und Teufelsloch – Abschied im November

Was Engelsley und Teufelsloch für mich verbindet Engelsley und Teufelsloch, Schwarzes und Weißes Kreuz, Gut und Böse, Erdverhaftetheit und geistiges Leben, harte Arbeit und sinnliches Genießen: Nirgendwo habe ich diese Gegensatzpaare  auf so engem Raum versammelt gefunden wie im Ahrtal. Und damit ist diese reiche Landschaft ein wunderbares Spiegelbild der menschlichen Seele. Wenn man dann diese Tour noch im November macht, wenn die Bäume allmählich kahl werden, wenn die Weinfeste vorbei sind, wenn das Wetter verrückt spielt, heißt es Abschied nehmen: Abschied von der Fülle des Sommers, Abschied von den langen Tagen, Abschied vom Licht, Abschied von der Extraversion. Abschied nehmen heißt aber vor allem auch: nach innen schauen.

Liebe, Lucifer und Leidenschaft im Ahrtal – Teufelsloch, die dritte

Happiness and Sunshine is all we’re livin’ for. Von den Bildern des WDR-Beitrages inspiriert, wurde der Wunsch an mich herangetragen, die dort vorgestellte Tour erneut als Wanderung anzubieten. Innerhalb von einer Woche bin ich den Weg nun schon zweimal mit Freunden gegangen. Beim ersten Mal brachen wir am Silvestermorgen zu zweit auf. Am heutigen Samstag waren wir gleich zu sechst. Der Silvestertag überraschte uns mit wunderbarem Wanderwetter, am heutigen Samstag war der Himmel die ganze Zeit bedeckt, aber dafür herrschte in der Gruppe eine wunderbare Stimmung. Wir: das war eine bunte Mischung aus Hüft- und Lendenlahmen, aus Ungläubigen und (Schein-)Heiligen, aus Weltverbesserern und  Fatalisten, aus  altgedienten Wanderern und junggebliebenen Hüpfern. Es wurde viel gescherzt und gelacht, die gelöste Stimmung übertrug sich auf jeden Einzelnen und am Ende waren wir alle glücklich und ein gleichzeitig ein wenig traurig, dass dieser Tag schon vorbei war.

Wirkt ein wenig wie ein Postkartenbild: die Herz-Maria-Kapelle bei Wershofen.

Der Berg der Berge – Unterwegs im Ahrtal zu faszinierenden Ruinen

Aremberg  – mein Sehnsuchtsberg Endlich wieder ein Sonntag, der diesen Namen auch verdient hat. Deshalb heißt es früh aufbrechen in Köln. Das Ziel: zwei Berge, zwei steile Anstiege, dazwischen zwei Täler zum Kilometerfressen, insgesamt 21 km, das ist die heutige Herausforderung. Die Tour beginnt in Wershofen an einem kleinen Wanderparkplatz in der Verlängerung der Kottenborner Straße. Leuchtend blauer Himmel spannt sich über dem Ahrtal. Direkt rechts von uns erhebt sich schon das Ziel unserer Sehnsucht, der Aremberg. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Um genau zu sein, noch 12,5 km. Zunächst geht es erst einmal leicht bergan zur Herz-Maria-Kapelle. Vor dem Sonntagsblau des Himmels wirkt sie ein wenig wie ein Puppenstübchen.  

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Panorama vom Steinerberg, Variation (Foto: Norbert Schneider)

Abenteuer Steinerberg

Abschied vom Ahrtal Das Abenteuer Steinerberg beschließt für dieses Jahr meine Wanderungen im Ahrtal. Steinberg und Steinerberghaus gehören zu meinen Topfavoriten im Ahrtal, deshalb führt uns unsere letzte Tour noch einmal an diesen wunderbaren Platz. Die Fotos sind nicht alle bei dieser Tour entstanden, sie stammen aus mehreren Jahren. Abenteuer Steinerberg heißt bei mir: Jedes Jahr mehrmals an diesen Platz, denn zu jeder Jahreszeit sieht das Panorama von hier oben auf je eigene Art immer wieder anders aus. Tourstart in Mayschoß Diese Tour startet in Mayschoß am Bahnhof. Am Ende des Parkplatzes rechter Hand geht es rechts auf einen Asphaltweg, der hier ein Stück dem Ahrtalweg folgt. Zunächst einmal geht es auf diesem nach links. Schnell ist in einem Bogen die Brücke über die Bahngleise erreicht und überschritten. Dahinter stehen wir an einer Weggabelung. Rechts führt der Ahrtalweg Richtung Altenahr. Aber da wir auf den Steinerberg wollen, heißt es für uns, links hinauf. Hier ist unter anderem die Ruine der Saffenburg ausgeschildert. Abstecher zur Saffenburg – ja oder nein Erst einmal geht es nun stetig bergauf. Wer nicht ganz so fit ist, …

Hier sollte ein Bild vom Hühnerberg zu sehen sein

rheinahr.tv und mein Ahrsteig-Wanderführer

Liebe Wanderfreunde, Freunde des Ahrtals und des guten Weines, am 24.6.2013 zeigte rheinahr.tv, ein kleiner privater Sender aus Sinzig, ein Interview mit mir. In dieser Sendung wurde ich ausführlich über meinen Ahrsteig-Wanderführer, aber auch über mein Eifel-Wanderbuch befragt. Alle diejenigen, die das Interview nicht sehen konnten, hier jetzt der definitive Link, unter dem das Interview mit mir über den DuMont Wanderführer Ahrsteig und Rotweinwanderweg noch einmal erlebt werden kann. Mir hat es riesig Spaß gemacht und ich schaue mir immer wieder mal das recht ausführliche Filmchen an.. Was fehlt noch? Ach ja der Link zum Video: http://rheinahr.tv/?video=AhrsteigWanderfuehrer    

An dieser Stelle steht ein Bild mit dem Titel: Wohlgeordnet: Ahrsteig, Sonne, frische Luft – glückliche zufriedene Füße (Foto Hans-Joachim Schneider)

AhrSteig entschleunigt

Von Heimersheim nach Bad Neuenahr Der Ahrsteig mit seinen meist knapp unter 20 Kilometer langen offiziellen Etappen ist eine sportliche Herausforderung auch für den geübten Wanderer. Dass es aber auch anders geht, hat mir – völlig ungeplant – der sonnige 2 . Februar gezeigt. Eigentlich mag ich den Ausdruck Genusswandern gar nicht. Aber der strahlend blaue Himmel, das fast frühlingshafte Licht in den Wäldern der Ahrberge und die Verabredung zum Frühstück mit den Mitwanderern bei mir zu Hause vor der Tour gaben dem ganzen Tag schon von vorneherein eine sehr entspannte Stimmung. Schon der Anfang verheißt Entschleunigung Statt um 10 Uhr saßen wir schließlich ca. 11.30 Uhr im Auto, kurz nach 12 Uhr stellten wir unser Fahrzeug in Heimersheim ab. Heimersheim selbst strahlte sonntägliche Ruhe aus. Schon zu Beginn kamen uns mehrere Wandergruppen entgegen. Das vorfrühlingshafte Wetter hatte auch andere nach draußen gelockt. Die Tour beginnt mit einem steilen Anstieg Richtung A61. Aber noch vor der Autobahnunterquerung der erste Halt an der kleinen Kapelle Maria Schutz und Fürbitte. Das schmiedeeiserne Tor des kleinen Kapellchen ist …

Hier steht ein Foto mit dem Titel: Das Rot des Klatschmohns bestimmt das Bild auf dem folgenden Wegstück (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Wandern auf dem Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig

Wandern auf dem Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig, das bedeutet: aus dem Brohltal durch die Wolfsschlucht hinaus auf die Höhen rund um Kell und dann wieder hinab in das üppige Grün der Täler und Wälder rund um Brohl Spuren einer Katastrophe Endlich mal wieder eine Tour mit Freunden. Wir treffen uns in Tönisstein an der Gaststätte Jägerheim, die leider ihren Betrieb eingestellt hat. Unmittelbar nach dem Start stehen wir schon in den Trasshöhlen. Es ist ein Blick in 11000 Jahre Erdgeschichte, geologisch eine relativ kurze Zeitspanne, die aber im Brohltal ganz entscheidende Spuren hinterlassen hat. Damals kam es zur letzten großen Vulkaneruption des Lacher See-Vulkans. Die seinerzeit in die Luft geblasene Eruptionswolke aus Wasser, Asche, wurde nicht hoch hinaus in die Luft geschleudert, sondern raste wie wie eine gigantische Flutwelle das Glees- und das Brohltal hinab. Sie erstickte alles Leben mit einer teilweise bis zu 60 Meter hohen Schicht. Das so entstandene weiche Gestein entdeckten schon die Römer als Baustoff, der aber auch noch bis ins 20. Jahrhundert abgebaut wurde. Die Trasshöhlen sind alleine schon einen Besuch …

Ahrtal erleben auf alten Wegen, Blick vom Hornberg

Mit dem WDR auf den Spuren von Engeln und Teufeln

Wandern gegen den Weihnachtsspeck. Was tun nach dem großen Gefuttere an den Weihnachtstagen? Der Wanderblogger Hans-Joachim Schneider (www.anders-wandern.de) hält eine Wanderung rund um die Burg Are für genau das Richtige. Er nimmt uns mit auf seine liebste Wanderstrecke durch das Ahrtal. So oder so ähnlich lautet die Ankündigung zu einem kleinen WDR-Beitrag im Dezember 2013, der zwischen den Feiertagen in der WDR-Lokalzeit ausgestrahlt wurde. Ganz kurzfristig hat sich seinerzeit ein WDR-Redakteur bei mir gemeldet und mich gefragt, ob ich Lust hätte, in Begleitung eines WDR-Filmteams eine Wanderung im Ahrtal zu machen. Und ob ich Lust habe. Wie oft bekomme ich eine solche Gelegenheit!? Schnell wurden noch ein paar erforderliche Genehmigungen eingeholt. Und ein paar Tage später ging es schon los. Das Wetter spielte mit, die Sonne schien, der Wind war moderat. Da ich am Drehtag an einer beschissenen Grippe litt, war ich kurz davor, den Dreh abzusagen. Aber: Wie oft … Wir waren im Ahrtal an insgesamt drei Drehorten etwas mehr als einen halben Tag unterwegs. Der finale Filmbeitrag dauerte knapp drei Minuten, aber die …

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Irgendwann muss ich diesen verzauberten Ort aber auch wieder verlassen (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Traumpfad Vier-Berge-Tour – ein bisschen Schwindel darf sein.

Warum Traumpfad Vier-Berge-Tour? Vier Tage – vier Gipfel – so heißt es jährlich einmal im Ahrtal. Wem vier Tage zu lange dauern, dem sei der Traumpfad Vier-Berge-Tour ans Herz gelegt. Da gibt es vier Berge an einem halben Tag – vier ehemalige Vulkane, um genauer zu sein. Dass da auch ein wenig Hochstapelei mit im Spiel ist, sei hier schon mal verraten. Abwechslung garantiert Es gibt viele Traumpfade, es gibt viele Premium-Wanderwege, aber so abwechslungsreich wie diese Tour habe ich noch selten eine erlebt. Ich muss dazu anmerken, dass ich sie verkehrt rum gelaufen bin, also nicht wie auf der Traumpfad-Website empfohlen, sondern in entgegengesetzter Richtung. Das hat den Vorteil, dass man gerade an heißen Tagen das lange letzte Stück fast nur im Schatten des mächtigen Buchenwaldes läuft. Ich starte am Parkplatz Erlenmühle. Von hier zum eigentlichen Start der Tour sind es noch einmal 700 Meter Zuweg. Anfangs auf einem schmalen Asphaltsträßchen, vorbei an der alten Erlenmühle, geht es schließlich auf den letzten 500 Metern auf einem schmalen Waldpfad direkt neben dem parallel laufenden Wirtschaftsweg …

Von blassem Gelb über flammendes Rot bis hin zu einem rostigen Braun zeigt das Weinlaub im Ahrtal im Herbst alle Schattierungen

Ahrtal reloaded – Kurzstrecke mit Seniorenticket

An diesem Wochenende versprach das Ahrtal mal wieder besseres Wetter als die Kölner Bucht. Trocken sollte es sein und zeitweise sollte sogar die Sonne scheinen. Weil der Rücken nach Bewegung verlangte und es ein Reihe von Mitwanderern gab, die gerne mal ein kurze Strecke wandern wollten, habe ich kurzfristig eine solche ausgesucht. Und nach dem Motto: Elf Freunde müsst ihr sein (waren wir leider nicht), aber vier Interessenten gab’s – die aber fast alle wieder absagten (Regen, Rücken, ????), waren wir schließlich zu zweit unterwegs. Spaß gemacht hat es trotzdem oder gerade deshalb.