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Schlaflos in Bernkastel

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Morgens um 6 ist auch die Welt des Wanderbloggers noch in Ordnung (Foto: Hans-Joachim Schneider)

1. Mai 2015: Wanderbloggertreffen in Bernkastel-Kues in Verbindung mit einer 24-Std.-Wanderung

Der erste Tag ist vorbei. Ich liege im Hotelzimmer und kann mal wieder nicht schlafen. Was tun?  Ganz einfach: Zunächst einmal wachliegen. Im nächtlichen Zimmer nehme ich ab und zu Lichtreflexe wahr. Blitzt es da draußen irgendwo? Hat das Wetter beschlossen, uns bereits am ersten Tag der 24-Std.-Wanderung mit einem Gewitter zu überraschen. Dann fällt mir auf, dass die Blitze eine gewisse Regelmäßigkeit haben. Aus der gewissen Regelmäßigkeit wird ein 1-Minuten-Takt. Und weil sich in mein müdes Gehirn langsam ein gewisser Verdacht eingeschlichen hat, mache ich nach dem fünften oder sechsten Blitz das Licht an und stelle fest: Er ist es tatsächlich, es ist der Rauchmelder, der da minütlich kundtut, dass er über mein Leben und meinen Schlaf wacht.

Hier steht ein Foto mit dem Titel: Nicht Bernkastel, aber auch an der Mosel: Traben-Trarbach (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Nicht Bernkastel, aber auch an der Mosel: Traben-Trarbach (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Also: Weiter loslassen. Die Gedanken gehen spazieren, schwimmen, treiben. Ich lasse sie, denn ich weiß aus Erfahrung: Im Moment hat es keinen Zweck, sich dagegen zu wehren. Im Gegenteil: Wenn ich mich ihnen überlasse, kommen manchmal kluge Sachen dabei raus.

Ganz wichtig: Warum bin ich überhaupt hier? Ganz einfach: Weil mein Körper hierhin wollte. Weshalb wollte er? Das weiß ich auch noch nicht so genau. Vielleicht will er einfach neue Erfrahrungen machen, Grenzen ausloten. Als ich das erstemal vor Jahren von einer 24-Std.-Wanderung las, hat mich die Idee sofort gepackt. 24 Stunden wandern, das erinnert mich an meine eigene Idee, aus der heraus ich meinen Blog ins Leben gerufen habe: einfach gehen. 24 Stunden wandern kann ich nur schaffen, wenn ich mich vom Leistungsgedanken frei mache. Also einfach gehen, ohne den Gedanken, ob ich das auch schaffe. Das funktioniert leider nur streckenweise, zu sehr ist doch die Gedanke, die vorgenommene Strecke zu bewältigen doch auch immer wieder hartnäckig da und lässt sich nicht verdrängen.

Hier steht ein Foto mit dem Titel: Schwieriger als ein Sack Flöhe zu hüten: Alle Blogger auf eine Foto zu kriegen (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Schwieriger als ein Sack Flöhe zu hüten: Alle Blogger auf eine Foto zu kriegen (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Ich war sofort fasziniert von dieser Idee. Seinerzeit habe ich dieses Konzept den Tourismusverantwortlichen im Ahrtal vorgeschlagen als Aufhänger für den nächsten AhrSteig-Erlebnistag, mit dem im Ahrtal alljährlich die Wandersaison offiziell eröffnet wird. Bis heute wurde die Idee dort nicht aufgegriffen. Egal, jetzt bin ich in Bernkastel.

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Morgens um 6 ist auch die Welt des Wanderbloggers noch in Ordnung (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Morgens um 6 ist auch die Welt des Wanderbloggers noch in Ordnung (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Um mich herum 19 andere Blogger, die alle über das Thema Wandern bzw. Reise schreiben. Sie tun es auf eigenen Blogs, bei Facebook oder bei Twitter. Also, manche tun es auf allen Plattformen gleichzeitig.

To be continued!

1 Kommentare

  1. Pingback: So habe ich die 24-Stunden-Wanderung auf dem Moselsteig erlebt | Hiking Blog

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