Alle Artikel in: Hunsrück

Überraschung an der uralten Eiche, spontander Treff am Vorabendsimmung vor meiner Wanderung durch die Ehrbachklamm (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Lieblich-wilde Ehrbachklamm

Werbung: Hunsrück-Touristik hat mein Wochenende unterstützt und mir für zwei Nächte eine Unterkunft in Morshausen besorgt und bezahlt. Mein Urteil über diese Wanderung und die Schönheit der Natur im Vorderen Hunsrück sind von dieser Unterstützung nicht beeinflusst. Ich habe das Glück gefunden – im Hunsrück in der Ehrbachklamm Eines vorweg: Die Ehrbachklamm ist eine der wildromantischsten Wegstrecken, die ich in deutschen Mittelgebirgen je gelaufen bin. Aber eins nach dem anderen. Seit Langem will ich schon den Vorderen Hunsrück – in diesem Fall das sogenannte Rhein-Mosel-Dreieck – erwandern. Als Sohn des Hunsrücks, der auch alle Schattenseiten seiner Heimat kennengelernt hat, bin ich fasziniert von der Entwicklung dieser Region im Bezug auf das Wandern. Aber nicht nur davon. Aber ich greife vor. Also der Reihe nach. Ich wollte unbedingt mal den ÖPNV im Vorderen Hunsrück testen. Ich fahre mit der Bahn von Köln bis Koblenz. In Koblenz muss ich den Bus nehmen nach Emmelshausen. Es gibt zwar hier auch in Emmelshausen einen Bahnhof, aber die Verbindung mit dem Bus war in diesem Fall vom Timing her ziemlich ideal. Der …

Hier steht ein Foto mit dem Titel: Schöner kann ein Platz nicht sein — biilliger schon (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Auf dem Rheinburgenweg von St. Goar nach Oberwesel

  Die einzelnen Etappen des Rheinburgenwegs haben sehr unterschiedlichen Charakter. Die 10. Etappe ist recht kurz, dafür aber eine der schönsten. Sobald wir in St. Goar aus dem Bahnhof treten, stehen wir auch schon am Startpunkt dieses Streckenabschnitts. Wir wenden uns kurz nach links, gehen durch die Unterführung und folgen dann der Wegmarkierung für den Rheinburgenweg über die Treppenstufen bergauf. Es sind nicht wenige, da kommt man schnell ein wenig außer Atem. Aber schon hier in diesem ersten steilen Anstieg lockt gleich ein erstes Highlight. Rechter Hand im Hang rauscht ein schmaler Wasserfall über den Fels. Das sollte sogleich den eventuell aufkommenden Unmut über den langen Anstieg im Keim ersticken. Es ist ein erster Hinweis auf die vielen Schönheiten, die uns noch erwarten. Wenn wir uns an dieser Stelle umdrehen, sehen wir unter uns die Stadt und den Fluss liegen. Von hier oben ebenfalls sehr schön zu sehen ist auf der gegenüberliegenden Rheinseite das sehr schmale und scharf eingeschnittene Seitental des Hasenbaches, das so typisch ist für diese Region. Rechts darüber auf dem Hügel liegt Burg Katz. Nach …

Grüne Eichen, mächtige Felsbrocken, mitten im Wald der alte Hexentanzplatz

Hexen auf dem Saar-Hunsrück-Steig?

Jede Wanderung auf dem Saar-Hunsrück-Steig ist eines einmaliges Naturerlebnis. Aber die hier vorgestellte Etappe ist mein persönliches Bullerbü. War ich gestern noch ganz begeistert vom »Schönsten Wanderweg Deutschlands 2012«, so hat mich am heutigen Tag der Hunsrück – meine alte Heimat – mit dem Saar-Hunsrück-Steig abermals überrascht. Und das auf einer Strecke, die ich eigentlich kennen sollte. Denn hier bin ich aufgewachsen. Hier in den Wiesen und Wäldern sind wir als Jungs die meiste Zeit unserer Kindheit unterwegs gewesen. Auf dem Wildenburger Kopf sind wir herumgeklettert, haben nach verborgenen Höhlen in den mit Felsbrocken übersäten Hängen geforscht. Hier haben wir im Sommer ganze Tage verbracht, haben darüber fast vergessen, am Abend nach Hause zu gehen.

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Das ist es, wonach mein Herz sich sehnt (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Wandermarathon Saar-Hunsrück-Steig – die Einsamkeit des Langstreckenwanderers

Der Wandermarathon auf dem Saar-Hunsrück-Steig und seine Qualen. Wandermarathon Saar-Hunsrück-Steig. Das war vorausschauend für mich das Event meines Wanderjahres 2016. Dass meine frohen Erwartungen nicht ganz erfüllt wurden, nun, das bin ich selber schuld. Ich war seit Freitag schon im Hunsrück. Die bester Schwester der Welt hat mir wieder Unterkunft gewährt. Ich wollte mir an den beiden Tagen vor dem Wandermarathon meine alte Heimat Hunsrück anschauen, ob er vielleicht in Frage kommt als neue Heimstatt, denn ich will wieder aufs Land. Die Stadt geht mir langsam auf die Nerven, ich sehne mich Natur und Grün, nach Stille und Entschleunigung. Früher Vogel … (Nein, nicht darüber nachdenken) Am Sonntag aber heißt es erst einmal, um 4.30 Uhr aufstehen, bis 5.30 Uhr will ich am Erbeskopf sein. Das hätte ich auch geschafft, wäre ich nicht beim ersten Mal an der eigentlich unübersehbaren Einfahrt vorbeigerauscht. So bin ich zwar immer noch unter den ganz früh Eintreffenden, aber der erste Bus nach Veitsrodt, dem Startpunkt für die Langstrecke von 42 Kilometern, ist schon weg. Den zweiten schaffe ich locker. Die Fahrt dauert …

Weiter geht es durch den Eichenwald hinunter auf schiefrigem Untergrund (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Murscher Eselsche: Was für eine Landschaft!

Traumschleife Murscher Eselsche Das Dorf schläft noch beinahe, als ich zur Traumschleife Murscher Eselsche aufbreche. Zumindest fühlt es sich so an, als ich am Sonntagmorgen durch die stillen Straßen von Morshausen streife. So sollte ein Dorf sein. Hier gibt es noch alte Fachwerkhäuser, das eine halb verfallen, daneben die liebevoll restaurierten. Der Ortskern strahlt noch Unverfälschtheit aus. Und kein Autogeräusch stört heute Morgen die Ruhe. An der mächtigen Eiche am Ortsrand, unter der die vom hier im Ort geborenen Dichter Jakob Kneip gestiftete Marienstatue steht, beginnt dann meine Wanderung. Überraschung am Spielplatz Apropos Marienstatue. Ich habe am Vorabend meiner Wanderung hier gesessen. Ich kannte den Platz schon von einer Pressereise im vergangenen Jahr. Im September 2014 hatten wir hier ebenfalls unsere Unternehmung hier gestartet. Aber ich hatte mir scheinbar die Statue der Muttergottes mit dem Kind nicht richtig angeschaut. Sonst wäre mir damals schon aufgefallen, welch wunderbar menschlich-mütterliche Züge diese Figur hat. Und wie hingebungsvoll und gebannt der Sohn an den Zügen seiner Mutter hängt. Linker Hand vom Spielplatz führt der Weg in den Wald. Wenig später …

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Nun stelle man sich vor, auch dieser Horizont sei mit Windrädern verstellt (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Windenergieausbau im Hunsrück – mehr Fluch als Segen

Kein Augenmaß beim Windenergieausbau im Hunsrück Den nachfolgenden Artikel habe ich vor fast 20 Jahren geschrieben. Er bezieht sich auf Situation der Windenergie in der Eifel Ende der 1990er-Jahre. Mittlerweile hat man in der Eifel dazugelernt. Nun schickt sich der Hunsrück an, in Sachen Windenergie aufzuholen. Aber die Gier nach kurzfristigem Gewinn lässt dabei jedes Augenmaß fürs Sinnvolle und Machbare vermissen. Der strukturschwache Hunsrück versucht mit seiner wunderschönen Natur einen touristischen Aufschwung herbeizuführen. Gleichzeitig wird mit gigantischen Windparks genau diese Landschaft verschandelt. Quo vadis, Hunsrück? Windpark Eifel Wer bei einigermaßen klarem Wetter durch die Eifel wandert, kennt das Bild: Auf fast jeder Höhe drehen sich Windräder. Fast jede Horizontlinie wird durch eines oder mehrere Windräder durchbrochen. Als Industriedenkmäler der neuesten Generation dominieren sie mittlerweile das Blickfeld von fast jedem Aussichtspunkt der Eifel. Ein grünes Gewissen … Politisch korrekt, stehen sie landauf, landab auf den Höhen. Politisch gewollt und mit Steuermitteln gefördert, als Alternative zu Atomkraftwerken, von Rot-Grün und ökologisch orientierten Bewegungen hochgelobt, werden immer mehr von ihnen gebaut. Ganze Windparks – denn heute wird kein …

Hunrsück, Geierlay-Hängebrücke,

Geyerlay-Hängebrücke – Hunsrück im kollektiven Höhenrausch

Geierlay: Die längste Hängeseilbrücke nördlich der Alpen am 3. Oktober 2015 im Hunsrück feierlich eröffnet. Die Geierlay – längste Hängeseilbrücke Deutschlands –  rief, alle kamen: Die Anspannung vor dem großen Tag war gewaltig. Die Anstrengungen, die man in der Hunsrück-Gemeinde Mörsdorf unternommen hat, um dieses vor 10 Jahren als Vision entstandene Projekt Wirklichkeit werden zu lassen, waren noch viel gewaltiger.