Alle Artikel in: Eifel

Hier steht ein Foto mit dem Titel: Und ja, vereinzelt gibt es sie noch die alten Markierungen (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Waldeinsamkeit auf dem Königsweg (AV 2)

Wandern auf dem alten AV2 (Ahrsteigverbindungsweg) Achtung: Bei dem folgenden Artikel handelt es sich um eine aktualisierte Version der Wanderung Nr. 6 aus meinem Ahrsteigwanderführer. Die Textpassagen, die in Rot gehalten sind, sind neu hinzugefügt bzw. enthalten die wichtigen Infos bezüglich der geänderten Markierungen. Auf dem ehemaligen AV2 von Kreuzberg nach Walporzheim Anfang des Jahres 2015 wurden die Verhandlungen über einen Lückenschluss zwischen den beiden AhrSteig-Teilstücken blau und rot für gescheitert erklärt. Die Folge davon für die Wanderer: Die bisherigen AhrSteig-Verbindungswege AV1 und AV2 dürfen als solche nicht mehr beworben werden, die Markierung wurde Ende Februar demontiert. Sie werden in den nächsten Auflagen von Wanderführern, Broschüren und Flyern nicht mehr ausgewiesen sein. Weil sie beide aber nach meiner Meinung gegenüber den verbleibenden Verbindungswegen Ahrtalweg und Rotweinwanderweg (RWWW) die sehr viel reizvolleren Wege sind, sollen sie dem begeisterten Wanderer und Naturliebhaber nicht ganz verloren gehen. Sie verliefen beide auf existierenden Wanderwegen des Eifelvereins. Wer jetzt diese Wegabschnitte laufen will, findet nachstehend eine aktualisierte Wegbeschreibung mit den jetzt wieder aktuellen alten Markierungen, wie sie bereits vor der …

Das Novemberlicht verleiht der Szenerie einen magischen Glanz

Engelsley und Teufelsloch – Abschied im November

Was Engelsley und Teufelsloch für mich verbindet Engelsley und Teufelsloch, Schwarzes und Weißes Kreuz, Gut und Böse, Erdverhaftetheit und geistiges Leben, harte Arbeit und sinnliches Genießen: Nirgendwo habe ich diese Gegensatzpaare  auf so engem Raum versammelt gefunden wie im Ahrtal. Und damit ist diese reiche Landschaft ein wunderbares Spiegelbild der menschlichen Seele. Wenn man dann diese Tour noch im November macht, wenn die Bäume allmählich kahl werden, wenn die Weinfeste vorbei sind, wenn das Wetter verrückt spielt, heißt es Abschied nehmen: Abschied von der Fülle des Sommers, Abschied von den langen Tagen, Abschied vom Licht, Abschied von der Extraversion. Abschied nehmen heißt: nach innen schauen.

Hier steht ein Foto mit dem Titel: Diese Wegmarkierungen gehören der Vergangenheit an.

Des Königs neue Kleider – die neuen alten Markierungen des AV1 (AhrSteig)

Achtung: Bei dem folgenden Artikel handelt es sich um eine aktualisierte Version der Wanderung Nr. 5 aus meinem Ahrsteigwanderführer. Die Textpassagen, die in Rostrot gehalten sind, sind neu hinzugefügt bzw. enthalten die wichtigen Infos bezüglich der geänderten Markierungen. Ab Kreuzberg gibt es seit Anfang Januar 2017 die offizielle 5. Etappe des AhrSteigs, die endlich den lang ersehnten Lückenschluss bringt. Ab diesesem Datum gibt es einen durchgehenden AhrSteig von der Quelle bis zur Mündung. Weil aber auch die alten Verbindungswege durchaus ihre Reihe hatten, sollen sie nicht in Vergessenheit geraten. Nachfolgend wird der nicht mehr beworbene ehemalige AhrSteig-Verbindungsweg AV1 beschrieben. Unsere Wanderung beginnt am Bahnhof des kleinen Örtchens Kreuzberg, nicht weit von Altenahr. In Kreuzberg endet/beginnt der westliche Teil des AhrSteigs. Mit dem Bahnhof von Kreuzberg im Rücken (1) wenden wir uns nach rechts und laufen durch das schmale Anwohnersträßchen (Bahnhofstraße). Am kleinen Kreisel im Ortszentrum bzw. an der Brücke über die Ahr gehen wir in gerader Richtung weiter, lassen die Brücke also rechts liegen. An der nächsten Abzweigung (Im Vischeltal) verlassen wir die Durchgangsstraße nach rechts, bleiben also …

An dieser Stelle steht ein Bild mit dem Titel: Wohlgeordnet: Ahrsteig, Sonne, frische Luft – glückliche zufriedene Füße (Foto Hans-Joachim Schneider)

AhrSteig entschleunigt

Von Heimersheim nach Bad Neuenahr Der Ahrsteig mit seinen meist knapp unter 20 Kilometer langen offiziellen Etappen ist eine sportliche Herausforderung auch für den geübten Wanderer. Dass es aber auch anders geht, hat mir – völlig ungeplant – der sonnige 2 . Februar gezeigt. Eigentlich mag ich den Ausdruck Genusswandern gar nicht. Aber der strahlend blaue Himmel, das fast frühlingshafte Licht in den Wäldern der Ahrberge und die Verabredung zum Frühstück mit den Mitwanderern bei mir zu Hause vor der Tour gaben dem ganzen Tag schon von vorneherein eine sehr entspannte Stimmung. Schon der Anfang verheißt Entschleunigung Statt um 10 Uhr saßen wir schließlich ca. 11.30 Uhr im Auto, kurz nach 12 Uhr stellten wir unser Fahrzeug in Heimersheim ab. Heimersheim selbst strahlte sonntägliche Ruhe aus. Schon zu Beginn kamen uns mehrere Wandergruppen entgegen. Das vorfrühlingshafte Wetter hatte auch andere nach draußen gelockt. Die Tour beginnt mit einem steilen Anstieg Richtung A61. Aber noch vor der Autobahnunterquerung der erste Halt an der kleinen Kapelle Maria Schutz und Fürbitte. Das schmiedeeiserne Tor des kleinen Kapellchen ist …

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Irgendwann muss ich diesen verzauberten Ort aber auch wieder verlassen (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Traumpfad Vier-Berge-Tour – ein bisschen Schwindel darf sein.

Warum Traumpfad Vier-Berge-Tour? Vier Tage – vier Gipfel – so heißt es jährlich einmal im Ahrtal. Wem vier Tage zu lange dauern, dem sei der Traumpfad Vier-Berge-Tour ans Herz gelegt. Da gibt es vier Berge an einem halben Tag – vier ehemalige Vulkane, um genauer zu sein. Dass da auch ein wenig Hochstapelei mit im Spiel ist, sei hier schon mal verraten. Abwechslung garantiert Es gibt viele Traumpfade, es gibt viele Premium-Wanderwege, aber so abwechslungsreich wie diese Tour habe ich noch selten eine erlebt. Ich muss dazu anmerken, dass ich sie verkehrt rum gelaufen bin, also nicht wie auf der Traumpfad-Website empfohlen, sondern in entgegengesetzter Richtung. Das hat den Vorteil, dass man gerade an heißen Tagen das lange letzte Stück fast nur im Schatten des mächtigen Buchenwaldes läuft. Ich starte am Parkplatz Erlenmühle. Von hier zum eigentlichen Start der Tour sind es noch einmal 700 Meter Zuweg. Anfangs auf einem schmalen Asphaltsträßchen, vorbei an der alten Erlenmühle, geht es schließlich auf den letzten 500 Metern auf einem schmalen Waldpfad direkt neben dem parallel laufenden Wirtschaftsweg …

Hier steht ein Foto mit dem Titel: Farbenpracht beim Wandern auf den AhrSteig unterhalb der Saffenburg – wenn auch schon ein wenig stumpf geworden (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Wandern auf dem neuen AhrSteig-Verbindungsweg – jetzt freigegeben.

6. Januar 2016: Die ursprünglich hier stehenden Einschränkungen gehören mit dem heutigen Tag der Vergangenheit an. Deshalb habe ich sie gelöscht. Die Verantwortlichen am AhrSteig haben heute die durchgehende Markierung und damit die Freigabe des neuen AhrSteig-Verbindungsweges in einer offiziellen Pressemitteilung bekanntgemacht. Somit ist der AV, der dem Lückenschluss zwischen AhrSteig blau und AhrSteig rot dienen soll, jetzt auch offiziell begehbar. Abschied im November II – und dann kam alles ganz anders Wie jedes Jahr im November: Wandern auf dem Ahrsteig ist angesagt. Eigentlich sollte es ja eine eher meditative November-Wanderung werden. Zum Ende des Herbstes zieht es mich einfach an die Ahr. In dieser Zeit wandere ich am liebsten alleine. Zeit, um die Gedanken an der langen Leine laufen zu lassen. Morgens schon vor dem Aufbruch spüre ich große Gelassenheit, heut muss nix. Ich will mir keine Ziele setzen, einfach gehen. Im Auto dann Gedanken übers Älterwerden, über Loslassen, über den November, der ja auch immer ein kleines Sterben ist, Rückzug, innere Einkehr, Abschied von der Fülle. Halt alles so Gedanken, bei denen man sich ziemlich weise …

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Der AhrSteig wird zum echten Steig. (Foto: Hans-Joachim Schneider)

AhrSteig-Lückenschluss durch neuen Verbindungsweg

Der Ahrsteig-Lückenschluss ist in Sicht. Das noch ganz frische Jahr 2016 begann für den AhrSteig mit einer äußerst positiven Nachricht: Mit einer aktuellen Pressemeldung, dass der neue AV jetzt durchgehend markiert sei, gingen die verantwortlichen Stellen im Ahrtal – allen voran Ahrtal-Tourismus in Bad Neuenahr-Ahrweiler – an die Öffentlichkeit. Nachstehend findest Du die offizielle Pressemitteilung zur Freigabe des neuen Verbindungsweges. (Von mir im letzten Absatz in der Aufzählung der Wegstationen leicht überarbeitet). Dieser schafft auch den lange ersehnten AhrSteig-Lückenschluss. PRESSEMITTEILUNG Neuer AhrSteig-Verbindungsweg markiert Abwechslungs- und aussichtsreich, anspruchsvoll und herausfordernd. Der neue AhrSteig Verbindungsweg wurde in den vergangenen Tagen markiert und läutet das Wanderjahr 2016 im Ahrtal ein. Die Ortsbürgermeister der beteiligten Gemeinden Altenahr, Mayschoß, Rech und Dernau konnten in den vergangenen Monaten in Zusammenarbeit mit ortskundigen Interessenvertretern und den Eifelvereinen eine Streckenführung in ihrer jeweiligen Gemarkung abstimmen, die dauerhaft die Lücke zwischen AhrSteig Blau und Rot schließen soll. In den vergangenen Wochen wurde jetzt die Strecke als Eifelvereinsweg mit schwarzem AV (für Ahrsteigverbindungsweg) auf weißem Grund markiert. Die Wegeführung von rund 17 Kilometern Länge eröffnet herrliche Aussichten auf …

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Widerstrebende Symbolik (Foto: Hans-Joachim Schneider)

This is the end – Wandern auf dem Kölnpfad – die Dritte

Kölnpfad (sch)adé – Wandern diesmal ohne Fasten Weil Karneval ist, und weil Frau E. gerade Karneval feiert, kann ich mich dem Kölnpfad widmen. Denk ich. Ich also heute morgen in die Bahn, zum Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn nach Worringen, in Nullkommanix. Echt. Und das alles für 2,80 Euro. Ich wusste gar nicht, dass die KVB so billig sein kann. In Worringen – besser gesagt in Roggendorf-Thenhoven – geht es los. Hier startet die offizielle 4. Etappe des Kölnpfades: Von Roggendorf-Thenhoven durch den Worringer Bruch und dann am Rhein entlang nach Merkenich. Zum Thema »am Rhein entlang« hab ich noch was zu sagen, aber das kommt später.

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Morgens um 6 ist auch die Welt des Wanderbloggers noch in Ordnung (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Schlaflos in Bernkastel

1. Mai 2015: Wanderbloggertreffen in Bernkastel-Kues in Verbindung mit einer 24-Std.-Wanderung Der erste Tag ist vorbei. Ich liege im Hotelzimmer und kann mal wieder nicht schlafen. Was tun?  Ganz einfach: Zunächst einmal wachliegen. Im nächtlichen Zimmer nehme ich ab und zu Lichtreflexe wahr. Blitzt es da draußen irgendwo? Hat das Wetter beschlossen, uns bereits am ersten Tag der 24-Std.-Wanderung mit einem Gewitter zu überraschen. Dann fällt mir auf, dass die Blitze eine gewisse Regelmäßigkeit haben. Aus der gewissen Regelmäßigkeit wird ein 1-Minuten-Takt. Und weil sich in mein müdes Gehirn langsam ein gewisser Verdacht eingeschlichen hat, mache ich nach dem fünften oder sechsten Blitz das Licht an und stelle fest: Er ist es tatsächlich, es ist der Rauchmelder, der da minütlich kundtut, dass er über mein Leben und meinen Schlaf wacht. Also: Weiter loslassen. Die Gedanken gehen spazieren, schwimmen, treiben. Ich lasse sie, denn ich weiß aus Erfahrung: Im Moment hat es keinen Zweck, sich dagegen zu wehren. Im Gegenteil: Wenn ich mich ihnen überlasse, kommen manchmal kluge Sachen dabei raus. Ganz wichtig: Warum bin ich überhaupt …

Hier steht ein Foto mit dem Titel: Der Bernkasteler Doktor erklärt die Welt. (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Einmal geht noch – Rust never sleeps

Hier meine erste Rückmeldung zur 24-Std.-Wanderung in Bernkastel-Kues vom vergangenen langen Maiwochenende: Ich lebe noch! Nach 2 Runden und gefühlten 60 Kilometern habe ich mich in der Nacht nicht mal mehr bücken können, um den Schlüssel unter der Fußmatte herauszufischen, den mir meine Schwester hingelegt hatte, damit ich ein vernünftiges Bett zum Schlafen hatte. In den nächsten Tagen gibt es dann (hoffentlich) mehr.