Alle Artikel mit dem Schlagwort: Entschleunigen

Weiter geht es durch den Eichenwald hinunter auf schiefrigem Untergrund (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Murscher Eselsche: Was für eine Landschaft!

Traumschleife Murscher Eselsche Das Dorf schläft noch beinahe, als ich zur Traumschleife Murscher Eselsche aufbreche. Zumindest fühlt es sich so an, als ich am Sonntagmorgen durch die stillen Straßen von Morshausen streife. So sollte ein Dorf sein. Hier gibt es noch alte Fachwerkhäuser, das eine halb verfallen, daneben die liebevoll restaurierten. Der Ortskern strahlt noch Unverfälschtheit aus. Und kein Autogeräusch stört heute Morgen die Ruhe. An der mächtigen Eiche am Ortsrand, unter der die vom hier im Ort geborenen Dichter Jakob Kneip gestiftete Marienstatue steht, beginnt dann meine Wanderung. Überraschung am Spielplatz Apropos Marienstatue. Ich habe am Vorabend meiner Wanderung hier gesessen. Ich kannte den Platz schon von einer Pressereise im vergangenen Jahr. Im September 2014 hatten wir hier ebenfalls unsere Unternehmung hier gestartet. Aber ich hatte mir scheinbar die Statue der Muttergottes mit dem Kind nicht richtig angeschaut. Sonst wäre mir damals schon aufgefallen, welch wunderbar menschlich-mütterliche Züge diese Figur hat. Und wie hingebungsvoll und gebannt der Sohn an den Zügen seiner Mutter hängt. Linker Hand vom Spielplatz führt der Weg in den Wald. Wenig später …

Schwarzwaldsteig Wandern, alle Teilnehmer des Bloggerwanderns auf einem Foto

Drei Tage im Wanderparadies – Tag 3

Der Peterstaler Schwarzwaldsteig Ich bin eigentlich ein introvertierter Mensch. Will sagen, auch wenn ich unter Menschen bin, halte ich mich kommunikativ eher zurück, brauch meine Pausen, meine stillen Momente. Das ist bei einem Bloggerwochenende manchmal schwierig. Und nicht alle verstehen das. Man hält mich dann für einen Einzelgänger, für schlecht gelaunt oder schlimmstenfalls für überheblich. In Bad Peterstal-Griesbach habe ich zwei Tage lang ganz vorne mitgemischt, habe unsere Wanderführer ausgehorcht, habe Kontakte geschlossen, habe mitdiskutiert. Und es kam, wie es kommen musste. Am dritten Tag fordert die Introversion ihr Recht. Ich bin also am Morgen einsilbig, froh, dass ich erstmal alleine frühstücken kann und noch keiner mit mir reden will. Heute ist es nicht Celine, die mich abholt, sondern eine Kollegin von der Tourist-Information. Sie ist bemüht, mich schon auf der Fahrt zum Treffpunkt zu unterhalten. Auf dem Weg  ins Tal sieht sie an einer Scheune den »Herrgottschnitzer« des Ortes, der gerade mit seiner Motorsäge einen großen Vogel aus einem Holzstück herausschneidet. Sie will ihn mir vorstellen, er bekommt erst mal gar nicht mit, dass …

Grüne Eichen, mächtige Felsbrocken, mitten im Wald der alte Hexentanzplatz

Hexen auf dem Saar-Hunsrück-Steig?

Jede Wanderung auf dem Saar-Hunsrück-Steig ist eines einmaliges Naturerlebnis. Aber die hier vorgestellte Etappe ist mein persönliches Bullerbü. War ich gestern noch ganz begeistert vom »Schönsten Wanderweg Deutschlands 2012«, so hat mich am heutigen Tag der Hunsrück – meine alte Heimat – mit dem Saar-Hunsrück-Steig abermals überrascht. Und das auf einer Strecke, die ich eigentlich kennen sollte. Denn hier bin ich aufgewachsen. Hier in den Wiesen und Wäldern sind wir als Jungs die meiste Zeit unserer Kindheit unterwegs gewesen. Auf dem Wildenburger Kopf sind wir herumgeklettert, haben nach verborgenen Höhlen in den mit Felsbrocken übersäten Hängen geforscht. Hier haben wir im Sommer ganze Tage verbracht, haben darüber fast vergessen, am Abend nach Hause zu gehen.

Panoramen vom Steinerberg, eines faszinierender als das andere (Foto: Norbert Schneider)

Wandern im Ahrtal – aber richtig

Wandern im Ahrtal und im Ahrgebirge Das Ahrtal ist zu jeder Jahreszeit ein faszinierendes Wanderziel. Diese Vielfalt an wildromantischen Landschaftsformen aus schmalen Klippen, lichten Eichenwäldern, grünen Flussauen und steilen Weinbergslagen auf engstem Raum, das gibt es kein zweites Mal. Dazu ein unvergleichlicher Reichtum an sinnlichen Eindrücken. Das findet sich so in keinem anderen deutschen Mittelgebirge. Besonders schön ist es im Frühjahr, wenn die Natur mit üppigem Grün nicht geizt. Ein ganz besonderes Wandererlebnis versprechen aber auch die Herbstmonate September und Oktober. Dann färben sich Wein- und Baumlaub und die Weinberge erstrahlen in feurigen Farben. Neben dem AhrSteig als Prädikatswanderweg und dem Rotweinwanderweg, der einer der ältesten und renommiertesten deutschen Themenwanderwege ist, hat das Ahrtal noch eine Vielzahl anderer Rund- und Streckentouren zu bieten. Am Ende dieses Artikels findest Du eine kleine Literaturübersicht mit den schönsten Wanderführern für das Ahrtal. Nach Regenfällen ist zumindest auf Teilen des AhrSteigs Vorsicht geboten. Dies gilt vor allem im Herbst, wenn das herabfallende Laub auf nassem Boden landet. Dann besteht auf den schmalen und steilen Bergpfaden Rutschgefahr. Das Ahrtal ist nicht …

Ahrtal erleben, Blick auf Rech

Ahrtal erleben – Tag 3

… dann doch der AhrSteig Steinthalskopf, Katzlei und … Den AhrSteig kenn’ ich wie meine Westentasche. In dieser Wanderwoche wollte ich das Ahrtal jenseits von AhrSteig und Rotweinwanderweg erkunden. Aber das gelingt nicht immer, denn egal, wie ich auch gehe, immer wieder kreuze ich einen der beiden Wege. Es ist der dritte Tag meiner Urlaubs, heute heißt es, das freundliche kleine Hotel Lindenmühle zu verlassen. Es ist auch der letzte Tag in Ahrweiler. Den Abend verbringe ich mit einem kleinen Abschiedsspaziergang durch die jetzt ruhiger gewordene Altstadt mit den verschiedenen Altstadttoren. Ahrtal erleben: der Plan Heute will über den Steinthalskopf zur Katzlei laufen und dann von dort über den Ahrtalweg bis Rech. Nach dem Frühstück im Hotel Lindenmühle regele ich den Gepäcktransport. Ich  bedanke mich noch für die freundliche Bewirtung und dann gehe ich los. Über mir spannt sich der heiter-blaue Himmel. Die Sonne strahlt mal wieder, als hätte sie das alleinige Sorgerecht über uns Menschen. Draußen vor der Tür zögere ich noch ein wenig.  Weiß nicht so recht, wohin ich mich wenden soll. Ich will beim Kloster Calvarienberg vorbei Richtung …

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Wirklich, Sonnenuntergänge können sie gut, die Holländer. Beim Wandern gesehen, am Reindersmeer (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Was soll ich denn in Holland? Etwa wandern?

Ich und in Holland Wandern? Wie ich darauf komme? Hab mal wieder eine halbe Nacht lang wachgelegen. Und nachgedacht: Was soll ich eigentlich in Holland? Und ich hab überlegt und überlegt und heute Morgen bin ich immer noch ratlos. Stattdessen ist mir eingefallen, was Holland alles nicht hat. Holland hat zum Beispiel keine Berge. Also keine richtigen. Und den einzigen, den sie haben, müssen sie sich gleich mit den Belgiern und den Deutschen teilen. Nun gut, sie könnten sich ja ein paar richtige in der Schweiz ausleihen. Die haben ja genug, aber was könnten die Holländer im Tausch dafür geben? Viel haben sie ja nicht. Obwohl, ein wenig von der holländischen Weltoffenheit könnten die engstirnigen Schweizer schon vertragen. Aber das jetzt mal weitergedacht: Wie würde das aussehen? Du kommst bei Venlo über die Grenze und statt plattes Land, wo Du kilometerweit gucken kannst, hast Du plötzlich das Matterhorn vor Dir! Geht doch gar nicht. Und ich weiß gar nicht: Ist Holland überhaupt so groß, dass das Matterhorn ganz reinpassen würde. Und wenn doch, Platz für Kuhdörfer …

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Panorama vom Steinerberg, Variation (Foto: Norbert Schneider)

Abenteuer Steinerberg

Abschied vom Ahrtal Das Abenteuer Steinerberg beschließt für dieses Jahr meine Wanderungen im Ahrtal. Steinberg und Steinerberghaus gehören zu meinen Topfavoriten im Ahrtal, deshalb führt uns unsere letzte Tour noch einmal an diesen wunderbaren Platz. Die Fotos sind nicht alle bei dieser Tour entstanden, sie stammen aus mehreren Jahren. Abenteuer Steinerberg heißt bei mir: Jedes Jahr mehrmals an diesen Platz, denn zu jeder Jahreszeit sieht das Panorama von hier oben auf je eigene Art immer wieder anders aus. Tourstart in Mayschoß Diese Tour startet in Mayschoß am Bahnhof. Am Ende des Parkplatzes rechter Hand geht es rechts auf einen Asphaltweg, der hier ein Stück dem Ahrtalweg folgt. Zunächst einmal geht es auf diesem nach links. Schnell ist in einem Bogen die Brücke über die Bahngleise erreicht und überschritten. Dahinter stehen wir an einer Weggabelung. Rechts führt der Ahrtalweg Richtung Altenahr. Aber da wir auf den Steinerberg wollen, heißt es für uns, links hinauf. Hier ist unter anderem die Ruine der Saffenburg ausgeschildert. Abstecher zur Saffenburg – ja oder nein Erst einmal geht es nun stetig bergauf. Wer nicht ganz so fit ist, …

Stolz erheben sich die Ruinen der Saffenburg

Alle Ahrsteig-Etappen

Der AhrSteig als Prädikatswanderweg führt in sieben Etappen durch eine der schönsten Mittelgebirgslandschaften Deutschlands. Ich will euch alle Etappen kurz vorstellen und auf ihre schönsten Seiten hinweisen.

Bunter Herbstlaub verzaubert das gegenüberliegende Ufer in eine rauschende Farbpallette

Goldene Meile und AhrSteig

Unverhofft kommt oft – eine ungeplante Wanderung über die Goldene Meile zum AhrSteig. Manchmal dauert es, bis ein Text seinen Weg auf das digitale Papier findet. So auch in diesem Fall. Bereits im Oktober 2015 bin ich frühmorgens in Köln aufgebrochen, um den AhrSteig von unten her aufzurollen. Will sagen: Mein Plan ist es, von der Ahrmündung in der Nähe von Sinzig ahraufwärts zu laufen, so weit ich an diesem Tag eben komme. Und mal wieder kommt es ein wenig anders. Denn ein unverhofft schöner Herbstmorgen lockt mich auf die Goldene Meile. Ich bin nicht oft mit dem Zug unterwegs, ich fahre lieber mit dem Auto. Dann bin ich unabhängig. Aber an diesem Sonntagmorgen ist meine Wahl auf den Zug gefallen und das war am Ende auch gut so. Warmes Herbstlicht verzaubert das Rheintal Während der Fahrt genieße ich das Licht der frühen Morgenstunde. Über dem Rhein liegt zum Teil noch herbstlicher Frühdunst. Er verhüllt und verzaubert den Strom und die kleinen und großen Gemeinden am gegenüberliegenden Ufer. Wie schön diese Stimmung ist, bemerke ich endgültig, …

Hier sollte ein Bild vom Hühnerberg zu sehen sein

rheinahr.tv und mein Ahrsteig-Wanderführer

Liebe Wanderfreunde, Freunde des Ahrtals und des guten Weines, am 24.6.2013 zeigte rheinahr.tv, ein kleiner privater Sender aus Sinzig, ein Interview mit mir. In dieser Sendung wurde ich ausführlich über meinen Ahrsteig-Wanderführer, aber auch über mein Eifel-Wanderbuch befragt. Alle diejenigen, die das Interview nicht sehen konnten, hier jetzt der definitive Link, unter dem das Interview mit mir über den DuMont Wanderführer Ahrsteig und Rotweinwanderweg noch einmal erlebt werden kann. Mir hat es riesig Spaß gemacht und ich schaue mir immer wieder mal das recht ausführliche Filmchen an.. Was fehlt noch? Ach ja der Link zum Video: http://rheinahr.tv/?video=AhrsteigWanderfuehrer    

An dieser Stelle steht ein Bild mit dem Titel: Wohlgeordnet: Ahrsteig, Sonne, frische Luft – glückliche zufriedene Füße (Foto Hans-Joachim Schneider)

AhrSteig entschleunigt

Von Heimersheim nach Bad Neuenahr Der Ahrsteig mit seinen meist knapp unter 20 Kilometer langen offiziellen Etappen ist eine sportliche Herausforderung auch für den geübten Wanderer. Dass es aber auch anders geht, hat mir – völlig ungeplant – der sonnige 2 . Februar gezeigt. Eigentlich mag ich den Ausdruck Genusswandern gar nicht. Aber der strahlend blaue Himmel, das fast frühlingshafte Licht in den Wäldern der Ahrberge und die Verabredung zum Frühstück mit den Mitwanderern bei mir zu Hause vor der Tour gaben dem ganzen Tag schon von vorneherein eine sehr entspannte Stimmung. Schon der Anfang verheißt Entschleunigung Statt um 10 Uhr saßen wir schließlich ca. 11.30 Uhr im Auto, kurz nach 12 Uhr stellten wir unser Fahrzeug in Heimersheim ab. Heimersheim selbst strahlte sonntägliche Ruhe aus. Schon zu Beginn kamen uns mehrere Wandergruppen entgegen. Das vorfrühlingshafte Wetter hatte auch andere nach draußen gelockt. Die Tour beginnt mit einem steilen Anstieg Richtung A61. Aber noch vor der Autobahnunterquerung der erste Halt an der kleinen Kapelle Maria Schutz und Fürbitte. Das schmiedeeiserne Tor des kleinen Kapellchen ist …

Auf der Mörsdorfer Seite: Ein Brückenkopf, davor der Montagetrupp aus gutgelaunten Schweilzer Spezialisten. Übrigens: der am weitesten vorgeschobene Posten auf dem Seil ist eine Frau (Fotos: Hans-Joachim Schneider)

Tag 1 der Pressereise Outdoor und Abenteuer im Hunsrück

Von Kräuterhexen und Hängeseilbrücken Eine Pressereise unter dem Titel Outdoor und Abenteuer im Hunsrück. Organisiert wurde das Ganze von Rheinland-Pfalz-Tourismus zusammen mit Hunsrück-Tourisik und Naheland-Touristik.

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Das ist es, wonach mein Herz sich sehnt (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Wandermarathon Saar-Hunsrück-Steig – die Einsamkeit des Langstreckenwanderers

Der Wandermarathon auf dem Saar-Hunsrück-Steig und seine Qualen. Wandermarathon Saar-Hunsrück-Steig. Das war vorausschauend für mich das Event meines Wanderjahres 2016. Dass meine frohen Erwartungen nicht ganz erfüllt wurden, nun, das bin ich selber schuld. Ich war seit Freitag schon im Hunsrück. Die bester Schwester der Welt hat mir wieder Unterkunft gewährt. Ich wollte mir an den beiden Tagen vor dem Wandermarathon meine alte Heimat Hunsrück anschauen, ob er vielleicht in Frage kommt als neue Heimstatt, denn ich will wieder aufs Land. Die Stadt geht mir langsam auf die Nerven, ich sehne mich Natur und Grün, nach Stille und Entschleunigung. Früher Vogel … (Nein, nicht darüber nachdenken) Am Sonntag aber heißt es erst einmal, um 4.30 Uhr aufstehen, bis 5.30 Uhr will ich am Erbeskopf sein. Das hätte ich auch geschafft, wäre ich nicht beim ersten Mal an der eigentlich unübersehbaren Einfahrt vorbeigerauscht. So bin ich zwar immer noch unter den ganz früh Eintreffenden, aber der erste Bus nach Veitsrodt, dem Startpunkt für die Langstrecke von 42 Kilometern, ist schon weg. Den zweiten schaffe ich locker. Die Fahrt dauert …

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Nun stelle man sich vor, auch dieser Horizont sei mit Windrädern verstellt (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Windenergieausbau im Hunsrück – mehr Fluch als Segen

Kein Augenmaß beim Windenergieausbau im Hunsrück Den nachfolgenden Artikel habe ich vor fast 20 Jahren geschrieben. Er bezieht sich auf Situation der Windenergie in der Eifel Ende der 1990er-Jahre. Mittlerweile hat man in der Eifel dazugelernt. Nun schickt sich der Hunsrück an, in Sachen Windenergie aufzuholen. Aber die Gier nach kurzfristigem Gewinn lässt dabei jedes Augenmaß fürs Sinnvolle und Machbare vermissen. Der strukturschwache Hunsrück versucht mit seiner wunderschönen Natur einen touristischen Aufschwung herbeizuführen. Gleichzeitig wird mit gigantischen Windparks genau diese Landschaft verschandelt. Quo vadis, Hunsrück? Windpark Eifel Wer bei einigermaßen klarem Wetter durch die Eifel wandert, kennt das Bild: Auf fast jeder Höhe drehen sich Windräder. Fast jede Horizontlinie wird durch eines oder mehrere Windräder durchbrochen. Als Industriedenkmäler der neuesten Generation dominieren sie mittlerweile das Blickfeld von fast jedem Aussichtspunkt der Eifel. Ein grünes Gewissen … Politisch korrekt, stehen sie landauf, landab auf den Höhen. Politisch gewollt und mit Steuermitteln gefördert, als Alternative zu Atomkraftwerken, von Rot-Grün und ökologisch orientierten Bewegungen hochgelobt, werden immer mehr von ihnen gebaut. Ganze Windparks – denn heute wird kein …

Hier steht ein Foto mit dem Titel: Ein Blick in die schwindelerregende Tiefe (Foto: Britta Verhaag)

Nach der Eröffnung der Geyerlay-Hängebrücke: Adrenalin langsam ausschleichen!

Geierlay-Hängebrücke und Skywalk: Was will der Wanderer mehr? Vom Nervenkitzel und Abgründen Die Eröffnung der Geierlay-Hängebrücke war geschafft. Sie ist in einem Extra-Artikel beschrieben. Was kann man nach so einer Adrenalin-Überdosis im Hunsrück noch anstellen? Nun für den nächsten Tag ist noch eine Vitaltour bei Langenlonsheim angesagt. Aber auch der Samstag ist noch jung. Skywalk? Ein Skywalk! Was hält uns noch? Meine Schwester (die beste Schwester der Welt) erwähnt fast beiläufig, dass wir ja auf der Fahrt von Kastellaun runter zur Nahe in Hochstetten-Dhaun vorbeikommen. Da könnten wir uns doch den dortigen Skywalt anschauen. Skywalk? Das erinnert an faszinierende Glasbrücken über schwindelerregenden Abgründen. USA und China fallen mir ein. Mir ist, als hätte ich auch schon vom Skywalk an der Nahe gehört oder gelesen. Die Fahrt quer durch den Hunsrück ist traumhaft, genau wie das Wetter. Die kurvenreichen Landstraßen wären auch wunderbar mit dem Motorrad zu fahren. Aber jetzt haben wir halt einen VW-Bus unterm Hintern, das ist fast genauso schön. Ich liebe diese Autos. Noch ist alles grün, die ersten Farben zeigen sich aber …

Traumschleife Hahnenbachtal

Deutschlands schönster Wanderweg
Das muss der Ahrsteig sein. Aber nein. Am vergangenen  3. Oktober – Tag der Deutschen Einheit – führt mich mein Weg in die DDR, bzw. in das, was ich früher in meiner Vermessenheit einmal die DDR Westdeutschlands bezeichnet habe: in den Hunsrück. Um genau zu sein: ins Hahnenbachtal, wo die Traumschleife Hahnenbachtal auf mich gewartet hat.

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Mal mehr, mal weniger Sonne, spannend allemal (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Winterwandern im Hohen Venn

Follow my blog with Bloglovin Wandern im Hohen Venn zum Wasserfall des Bayehon-Baches – im Winter besonders schön Nachdem ich zwischen den Jahren viel gefaulenzt hatte, lockte mich endlich wieder mal das Abenteuer. Und wo gibt es das gratis? Wenn man sich dabei auch noch verläuft, dann wird es richtig spannend. Also auf ins Hohe Venn ins Tal des Bayehon-Wasserfalls. Es war Michael Waschkau von mwhikingtrail.de , der mich auf die Idee gebracht hat, am Neujahrstag ins Hohe Venn zu fahren, um endlich mal wieder ein klein wenig Abenteuer zu erleben. Seine Beschreibung der Tour Nr. 5 des Wanderportals naturaktiverleben.de: »Die Wasser des Venn (I): An Hoegne, Statte und Sâwe« hat mich am Vortag allein schon aufgrund seiner Fotos so für sich eingenommen, dass alle anderen Pläne sofort über den Haufen geschmissen waren. Das Wetter sollte ja Sonne bringen, was es auch teilweise tat. Immerhin, die Temperaturen liegen knapp über null Grad, das gibt mir die Gelegenheit, meine Winterfestigkeit mal wieder richtig zu testen. Schlecht vorbereitet an den Start Ich hab noch versucht, diese Tour vorzubereiten: Karten …

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Der AhrSteig wird zum echten Steig. (Foto: Hans-Joachim Schneider)

AhrSteig-Lückenschluss durch neuen Verbindungsweg

Der Ahrsteig-Lückenschluss ist in Sicht. Das noch ganz frische Jahr 2016 begann für den AhrSteig mit einer äußerst positiven Nachricht: Mit einer aktuellen Pressemeldung, dass der neue AV jetzt durchgehend markiert sei, gingen die verantwortlichen Stellen im Ahrtal – allen voran Ahrtal-Tourismus in Bad Neuenahr-Ahrweiler – an die Öffentlichkeit. Nachstehend findest Du die offizielle Pressemitteilung zur Freigabe des neuen Verbindungsweges. (Von mir im letzten Absatz in der Aufzählung der Wegstationen leicht überarbeitet). Dieser schafft auch den lange ersehnten AhrSteig-Lückenschluss. PRESSEMITTEILUNG Neuer AhrSteig-Verbindungsweg markiert Abwechslungs- und aussichtsreich, anspruchsvoll und herausfordernd. Der neue AhrSteig Verbindungsweg wurde in den vergangenen Tagen markiert und läutet das Wanderjahr 2016 im Ahrtal ein. Die Ortsbürgermeister der beteiligten Gemeinden Altenahr, Mayschoß, Rech und Dernau konnten in den vergangenen Monaten in Zusammenarbeit mit ortskundigen Interessenvertretern und den Eifelvereinen eine Streckenführung in ihrer jeweiligen Gemarkung abstimmen, die dauerhaft die Lücke zwischen AhrSteig Blau und Rot schließen soll. In den vergangenen Wochen wurde jetzt die Strecke als Eifelvereinsweg mit schwarzem AV (für Ahrsteigverbindungsweg) auf weißem Grund markiert. Die Wegeführung von rund 17 Kilometern Länge eröffnet herrliche Aussichten auf …

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Die fette Brücke am Westerwaldsteig – die hat's mir angetan (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Flashmob am Westerwaldsteig – Weltende in Sicht

Ein Tag auf dem Westerwaldsteig von Hattert nach Kloster Marienthal Es ist fünf vor zwölf, quasi, als auf dem Westerwaldsteig das Weltende auf mich zukommt. Oder besser, ich auf das Weltende. Um das klarzustellen: Es geht hier nicht um Weltende im Sinne von Weltuntergang, Armageddon, Prophezeiungen des Johannes. Nein, es geht um das andere Weltende, also das, wo die Welt mit Brettern vernagelt. Wo es nicht mehr weitergeht. Aber mit den Brettern ist das ja so eine Sache. Die hängen ja bei manchen direkt vorm Kopp. Und da geht es dann schon nicht mehr weiter. Kann man jetzt jeden Tag sehen, in der Politik und so. Jede Reise beginnt mit dem ersten Selfie Aber der Reihe nach. Ich war heut auf dem Westerwaldsteig. Die werben nämlich mit dem Weltende. Wieso eigentlich. Ich würde ja für beides keine Werbung machen: weder für den Weltuntergang noch für den Platz, wo die Welt mit Brettern vernagelt ist. Machen die aber. Also geh ich mir das angucken. Für mich beginnt die Tour am Haltepunkt Hattert. Haltepunkt, ja Haltepunkt. Gucksdu …

Hier steht ein Foto mit dem Titel: Das kleine Glück – Morgenstimmung am Kalscheurer Weiher (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Das kleine Glück

Wandern – das kleine Glück im Alltag Wandern spricht mich als ganzen Menschen an. Es ist mehr als nur körperliche Betätigung. Beim Wandern komme ich als Mensch wieder zu mir, finde Ruhe und Gelassenheit. Eingebunden in die Natur finde ich wieder zu seinem eigenen Rhythmus. Am einfachen Naturerlebnis gesundet die Seele und befreit sich vom Alltagsstress. Wandern ist Aktivurlaub, ist Freude an der Bewegung, ist Erleben der eigenen körperlichen Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit. Wandern ist aber auch Meditation, ist Einkehr. Der wandernde Mensch findet zurück zur Freude an den einfachen Dingen: ein Sonnenuntergang, eine blühende Bergwiese, ein murmelnder Bach, der Wind in den Zweigen, ein erklommener Gipfel. Die einfachen Dinge genießen Und auch die körperlichen Bedürfnisse reduzieren sich wieder: auf einen Schluck frisches Wasser, einen herzhaften Apfel, ein Stück Käse auf der Hand, ein Stück knuspriges Brot; all dies verheißt kleine Glücksgefühle, wie der hektische Büroalltag sie nicht mehr kennt. Das Glück finden bei Sonnenaufgang Morgens früh noch vor 5 Uhr im Kölner Grüngürtel am Kalscheurer Weiher. Ich sitze am Rande eines Wäldchens, träume dem Sonnenaufgang entgegen, fühle mich sehr …