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Der ganze AhrSteig

Stolz erheben sich die Ruinen der Saffenburg

Alle AhrSteig-Etappen von der Quelle bis zur Mündung

Der AhrSteig als Prädikatswanderweg führt in sieben Etappen durch eine der schönsten Mittelgebirgslandschaften Deutschlands. Ich habe schon viele Berichte über einzelne Etappen des AhrSteigs verfasst, aber mit diesem Beitrag will ich einmal alle Etappen kurz zusammenfassen und auf ihre schönsten Seiten hinweisen.

Wegweiser zur 1. AhrSteig-Etappe

Am Rande des Schwanenweihers zeigt der Wegweiser die Richtung für die erste AhrSteig-Etappe (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Ahrsteig-Etappe 1: Blankenheim – Freilinger See

Länge: 11,9 km

Schwierigkeit: mittel

Dauer: 3 Std.

Aufstieg: 330 m

Abstieg: 350 m

Die Ahr entspringt im historischen Eifelstädtchen Blankenheim mit zahlreichen reizvollen Sehenswürdigkeiten. Mitten im Zentrum beginnt die erste Etappe, schnell aber geht es hinaus auf die sanften Höhen mit ihren Buchenwäldern.

Aber bevor wir Blankenheim verlassen, widmen wir uns ausführlich seinen mittelalterlichen Sehenswürdigkeiten. Malerische Fachwerkensembles, alte Stadttore, aber auch eine mächtige Burganlage machen den Reiz des Städtchens aus. Mitten im Zentrum beginnt nun unsere erste AhrSteig-Etappe.

Die Ahr entspringt unterhalb eines verträumten alten Fachwerkhauses und fließt dann in ein enges Korsett gezwängt hinaus in Richtung Schwanenweiher. Mit der Ahr verlassen wir den freundlichen Ort und wandern durch das offene Tal. Hinter einer Senke geht es links, dann durch eine Bahnunterführung. Kurz darauf steigt der Weg – nun im geschlossenen Wald bis zur Hochfläche auf dem Birker Berg an. Gleich geht es meist auf naturbelassenem Steig wieder hinein in den Forst.

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Die erste Ahrsteig-Etappe führt durch das Tal der noch als kleiner Bach dahinplätschernden Ahr (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Nachdem wir die Straße nach Reetz gequert haben, schwingt sich der Weg wieder gemächlich hinauf auf die Hochfläche. Ruhemöbel laden zum Verweilen ein. Unser Auge kann in die Ferne schweifen, der Blick erfasst die bewaldeten Hügel des südlichen Ahrgebirges.

Nun noch durch jungen Laubwald und schon passieren wir die Kuppe des Bohrbergs. Gleich darauf liegt die spiegelnde Oberfläche des Freilinger Sees vor uns. Rechter Hand auf dem Campingplatz wartet das Restaurant Waldläufer auf den hungrigen und durstigen Wanderer. Alternative Einkehrmöglichkeiten gibt es im Ort.

Alle wichtigen weiteren Infos zur Etappe 1 findest Du auf der AhrSteig-Website:

Ahrsteig-Etappe 1

Ahrsteig-Etappe 2: Freilinger See – Aremberg

Länge: 11,5 km

Schwierigkeit: mittel

Dauer: 3 Std.

Aufstieg: 261 m

Abstieg: 165 m

Über beschauliche Wiesenpfade und Waldwege führt die zweite Etappe des AhrSteigs vom Freilinger See ins ruhige Aremberg. Abgeschiedene Wälder, Streuobstwiesen und faszinierende Ausblicke bis in die Ardennen und die Schneifel überraschen hier den Wanderer.

Wir verlassen Freilingen und überqueren die vielbefahrene L115. Gleich auf der gegenüberliegenden Seite gehen wir links, dann rechts über die Weiden und im gemächlichen Anstieg hinauf auf den Hühnerberg. Vom Plateau mit dem großen Kreuz schweift der Blick über ein herrliches Rundum-Panorama. Erfüllt von diesen Bildern wandern wir über die grüne Hochfläche.

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Es scheint, als wolle die zweite AhrSteig-Etappe direkt in den Himmel führen (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Erneut nimmt uns der Wald auf. Unter unseren Füßen befindet sich die Trasse einer alten Römerstraße – kaum etwas erinnert daran. So bewegen wir uns fast schnurgerade durch die Waldlandschaft zwischen Lommersdorf und Aremberg. Wir überqueren das Verbindungssträßchen zwischen beiden Orten, noch immer geht es im Wald bergab. Dann aber doch links hinauf, schließlich auf stillem Pfad mitten durch den Laubwald.

Diese AhrSteig-Etappe führt weitgehend durch den Aremberger Forst (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Das letzte Stück dieser AhrSteig-Etappe führt weitgehend durch den Aremberger Forst (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Auf einem gut befestigten Waldweg erreichen wir die schließlich die Gemarkung Aremberg. Noch im Wald treffen wir auf alte Kreuzwegstationen und die Schutzengelkapelle. Und gleich darauf öffnet sich der Blick Richtung Süden. Vor unserem Auge entfaltet sich ein Panorama mit Nürburg und Hoher Acht. Was für eine herrliche Begrüßung!

Am heutigen Etappenziel erwarten uns als Unterkunftsmöglichkeiten die Pension Rotmilan oder die Burgschänke.

Alle wichtigen weiteren Infos zur Etappe 2 findest Du auf der AhrSteig-Website:

AhrSteig-Etappe 2

Ahrsteig-Etappe 3: Aremberg – Insul

Länge: 18,7 km

Schwierigkeit: schwer

Dauer: 6 Std.

Aufstieg: 434 m

Abstieg: 765 m

Diese AhrSteig-Etappe ist nicht nur die längste, sondern auch eine der spektakulärsten. Am Anfang wartet der Anstieg auf den Aremberg, die höchste Erhebung des gesamten Ahrgebirges. Schmale Felspfade und steil ins Tal abfallende Felswände machen den besonderen Reiz im zweiten Abschnitt dieser Etappe aus.

Die heutige Etappe beginnt mit dem verheißungsvollen Anstieg auf das Plateau des Arembergs. Einige kaum noch zu identifizierende Mauerreste, Gräben und die geheimnisvolle Andeutung einer Allee künden davon, dass hier einmal eine mächtige Burganlage die Kuppe des Berges beherrschte. Zerstört ist die einstige Pracht. Der – meist verschlossene – Aussichtsturm stammt aus einer späteren Zeit. Den Schlüssel dazu können wir uns im Ort erfragen.

Der Aussichtsturm auf dem Arembert

Der nachträglich gebaute Turm auf dem Aremberg ist meist verschlossen (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Nicht weit unterhalb dieses Turm führt ein schmaler Steig hinab in den Wald. Unter den Fußsohlen spüren wir das abgebrochene Gestein der ehemaligen Burganlage. Über den Pfad erreichen wir einen Waldweg, auf ihm geht es nun stetig bergab bis hinab ins ruhig gelegene Eichenbach. Der malerische Ort beherbergt die Sandsteinskulptur des Bläke Fritz. Die Schlagfertigkeit dieses im ganzen Ahrtal bekannten Kesselflickers ist in zahlreichen Anekdoten erhalten.

Hinaus auf die Hochfläche

Der Weg führt an der Kapelle der 14 Nothelfer vorbei hinauf auf die Hochfläche der Mertesnück. Talseitig erfreut sich das Auge an den bewaldeten Hügeln oberhalb des Dreisbachtals. Und schon taucht die Trasse des AhrSteigs wieder in den Wald ein. In weit ausholenden Kehren bringt uns der Abstieg hinunter ins Tal, wo wir der Ahr wiederbegegnen.

Bei dem kleinen Weiler Streitenau geht es über die Straßenbrücke und gleich wieder weg von der Straße. Jetzt beginnt eine der beeindruckendsten und abenteuerlichsten Strecken des AhrSteigs. Nach einem ansehnlichen Anstieg in den Hang der Schulder Hardt schlängelt sich unser Pfad über leicht ausgesetzte Felsklippen und an senkrechten Sandsteinwänden entlang hinüber nach Schuld.

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Ein Foto vermag nur wenig von den Lichtspielen wiederzugeben, die der herbstliche Wald bietet (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Wir erreichen das idyllisch in den Talkessel eingebettete Örtchen. Etwas außerhalb und auch nicht direkt am AhrSteig gelegen locken das Freilichttheater und die Schornkapelle. Für uns ist es aber an der Zeit für eine kleine Einkehr, haben wir doch schon Beachtliches geleistet. Mehrere Lokale haben sich auf den wandernden Gast eingestellt. Danach spazieren wir am Ahrufer entlang und biegen ab auf einen Weg, von dem wir einen umfassenden Eindruck von der Ahrschleife genießen, die den alten Ortskern schützend umfließt.

Weg, Felsen, Infotafel am AhrSteig Blau

Kurz vor Schuld erfährt der Wanderer auf einer Infotafel das Wichtigste zur geologischen Geschichte des Ahrtals und der hier aufragenden Felswände (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Und noch einmal ist Kondition gefragt.

Aber das ist noch lange nicht alles, was diese AhrSteig-Etappe zu bieten hat. Noch einmal geht es konditionsfordernd auf schmalem Pfad durch den Buchenwald bergauf, bis wir das spektakuläre Felsareal der Spicher Ley erklommen haben. Im Westen über dem Grün des Tales erhebt sich die erloschene Vulkankuppe des Arembergs,

Dort oben haben wir noch am Morgen gestanden. Ein weiteres Mal berühren wir den Ortsrand von Schuld. Dann geht es wieder ganz leicht bergan in die Wälder oberhalb der Ahr. Erst kurz vor Insul steigen wir Richtung Ahrufer ab, das uns hier mit mächtigen Sandsteinklippen am jenseitigen Ufer begrüßt.

Auf einem schmalen Mäuerchen längs der Ahr erreichen wir den Ort mit dem seltsam klingenden Namen. Nicht versäumen sollten wir die liebevoll instand gesetzte Steinbrücke über den Fluss.

Unterwegs und am Ziel dieser AhrSteig-Etappe gibt es reichlich Einkehr-, aber auch Übernachtungsmöglichkeiten.

Alle wichtigen weiteren Infos zur Etappe 3 findest Du auf der AhrSteig-Website:

AhrSteig-Etappe 3

Ahrsteig-Etappe 4: Insul – Kreuzberg

Länge: 17,4 km

Schwierigkeit: schwer

Dauer: 5.30 Std.

Anstieg: 608 m

Abstieg: 652 m

Gute 17,4 km lang ist die 4. Ahrsteig-Etappe. Auf ihr tauchen wir ein in die Abgeschiedenheit der Natur,  genießen großartige Panoramen von einsamen Hochplateaus und die ländlich-ruhige Idylle kleiner Eifeldörfer.

Ein stetiger Anstieg führt von Insul durch schattenspendenden Wald hinauf nach Sierscheid. Vorbei am Ortsrand führt uns das Wegzeichen hinaus auf die offene Hochfläche der Dümpelhardt. Hier oben trifft man fast immer auf Modellflugzeugbauer, die ihre selbstgebauten Segel- und Motorflieger einem Härtetest unterziehen.

Wir erfreuen uns an dem sagenhaften Rundumblick, einem der spektakulärsten am ganzen Ahrsteig. Hier möchten wir verweilen. Aber die Etappe ist noch lang. Zunächst geht es durch den Wald hinab ins Liersbachtal. Hier überqueren wir die schmale Landstraße und dann führt uns ein langer, aber nicht allzu steiler Anstieg hinauf die Lierser Hochfläche. Wald und Wiesen wechseln ab. Ein kurzer Abstieg, dann ein nur wenig längerer Anstieg und schon erreichen wir Lind.

Da gehen das Auge und das Herz auf.

Einen fast unbegrenzten Ausblick hat der Wanderer von der Hochfläche der Dümpelhardt (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Und wieder werden wir überrascht von einem Panorama, das uns die ganze Schönheit des Ahrgebirges vor Augen führt. Ein Tipp: Wer diesen Rundumblick ausgiebiger genießen möchte, sollte sich einmal nach dem Panoramarundweg von Lind erkundigen.

An der Kapelle von Lind lädt eine Sitzbank zur Rast ein – für uns eine willkommene Gelegenheit, den weiten Ausblick in Ruhe zu genießen. Dann geht es hinunter zur Verbindungsstraße nach Ahrbrück. Diese berühren wir nur kurz und schon befinden wir uns wieder in einem leichten Anstieg auf dem Weg in den Wald hinein. Unterhalb der bewaldeten Kuppe des Kotzbergs führt uns dann ein langer Abstieg über abenteuerliche Pfade hinunter ins freundliche Kreuzberg. Über dem Ort thront auf einem Felssporn die Burg derer von Böselager.

Im Ort gibt es mehrere Einkehr-, aber auch Übernachtungsmöglichkeiten.

Alle wichtigen weiteren Infos zur Etappe 4 findest Du auf der AhrSteig-Website:

AhrSteig-Etappe 4

Ahrsteig-Etappe 5: Kreuzberg – Walporzheim

Länge: 17,2 km

Schwierigkeit: schwer

Aufstieg: 580 m

Abstieg: 670 m

Dauer: ca. 7:20 Std.

Diese Etappe ist nicht nur die schönste des ganzen AhrSteigs, sondern auch die vielseitigste mit Highlights wie Teufelsloch, Schwarzes Kreuz, Krähardt, Saffenburg und Krausberg. Dazu noch traumhafte Aussichten, naturbelassene Steige und abenteuerliche Anstiege.

Am Bahnhof von Kreuzberg starten wir zur neuesten und vielseitigsten AhrSteig-Etappe. Gleich zu Beginn erwartet ein kurzer, knackiger Anstieg auf uns Wanderer. Wesentlich entspannter geht es anschließend in die Flanke des Hornbergs. Aber dieser ist nicht unser Ziel. Wir lassen ihn rechts liegen, steigen gleich wieder ab in Richtung Schulzentrum Alteburg.

Auf dessen Rückseite beginnt nun der spektakuläre Anstieg auf schmalem serpentinenreichen Naturpfad zum sagenumwobenen Teufelsloch. Hier ist auf jeden Fall Trittsicherheit gefragt. Ein schmaler Felsbalkon eröffnet uns den Ausblick auf Altenahr, das Naturschutzgebiet Langfigtal und auf die senkrecht in die Tiefe stürzende Felsformation der Engelsley.

Vom Schwarzen Kreuz, dem nächsten Highlight, erfolgt der Abstieg ins Tal, anschließend geht es  hinauf auf die Krähardt. Von dort in den Sattel zwischen Teufelslay und Schrock – weitere lohnenswerte Ziele für naturbegeisterte Wanderer. Auf halber Höhe im Hang bleibend führt uns der AhrSteig erst als Naturpfad, später auf Waldwegen in die Weinlagen oberhalb von Mayschoß und hinüber zur Ruine der Saffenburg.

Überwältigender Anblick auf der 5. AhrSteig-Etappe: Kaum tritt der Weg aus dem Wald heraus, liegt die Ruine der Saffenburg vor uns (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Kaum tritt der Weg aus dem Wald heraus, liegt die Ruine der Saffenburg vor uns (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Auf stillen Waldwegen gelangen wir hinunter nach Rech mit seiner bezaubernden Nepomukbrücke. In dem blitzsauberen kleinen Weindorf wartet gleich eine ganze Reihe von Einkehrmöglichkeiten auf den Wanderer. Ein Geheimtipp: die rustikale Straußwirtschaft Hof Bärenbach.

Bei Steinbergsmühle geht es über diese malerische Steinbrücke wieder über die Ahr (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Bei Steinbergsmühle führt uns die fünfte AhrSteig-Etappe über diese malerische Steinbrücke wieder über die Ahr hinüber (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Dem Ahrufer folgend gelangen wir nach Steinbergsmühle. Hier beginnt nun der härteste Teil dieser AhrSteig-Etappe: der lange Aufstieg zum Krausberg, eine Herausforderung für die Kondition. Ohne Schlenker steigen wir durch den hohen Mischwald bergan, bis wir einen Querweg erreichen.

Die Nagelprobe

Kurz darauf führt ein wildromantischer, schieferdurchsetzter  Natursteig durch die malerische Vegetation aus jungen niedrigwüchsigen Eichen bis zum Plateau des Krausbergs mit dem gleichnamigen Turm. Weit schweift der Blick, bei klarem Wetter bis hinüber in die Kölner Bucht und über die üppig bewaldeten Hügel der Südeifel. Hier weitet sich unwillkürlich die Brust, der Anblick lässt uns freier atmen.

Krönung dieser AhrSteig-Etappe: die Besteigung des Krausbergturms

Beim Aufstieg im Turm bieten sich immer wieder ein anderer Ausblick (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Dem Alfred-Dahm-Turm statten wir eine kurze Stippvisite ab; er steht sogar noch etwas höher als sein jüngerer Bruder auf dem Krausberg. Dann beginnt der oft steile Abstieg über sage und schreibe 19 Spitzkehren hinunter nach Walporzheim. Hier belohnen wir uns im geschichtsträchtigen Weinhaus St. Peter oder – etwas schlichter, weil moderner – im »Vinnum« der Winzergenossenschaft Walporzheim.

Anfänglich kaum, gegen Ende der Wanderung häufigere Einkehrmöglichkeiten

Alle wichtigen weiteren Infos zur Etappe 5 findest Du auf der AhrSteig-Website:

AhrSteig-Etappe 5

Ahrsteig-Etappe 6: Walporzheim Bad Neuenahr-Ahrweiler

Länge: 11,7 km

Schwierigkeit: mittel

Dauer: 3.30 Std.

Aufstieg: 326 m

Abstieg: 358 m

Die 6. Ahrsteig-Etappe ist als Genussetappe angelegt. Rotweinliebhaber werden begeistert sein. Vom romantischen Weinort Walporzheim geht es über verschlungene Pfade vorbei am mittelalterlichen Ahrweiler in den modernen Kurort Bad Neuenahr.

Startpunkt dieser AhrSteig-Etappe ist der Wanderparkplatz in Walporzheim. Von hier folgen wir dem Weg entlang des Ahrufers, verlassen dieses aber durch die schmale, dschungelartige Wingsbachklamm. Über zahlreiche kleine Holzstege wechseln wir immer wieder die Bachseite. Das Abenteuer in dem kleinen Naturparadies währt nur kurz. Nach Verlassen der Klamm führt unser Weg – vorbei am ehemaligen Liebfrauenkloster und am Leistungszentrum des Deutschen Frauenfußballs – hinein in die Weinlagen oberhalb von Bad Neuenahr.

Auf dem sonnenbeschienen Weg am Kloster vorbei

Durch diese hohle Gasse … geht es am Kloster Calvarienberg vorbei (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Ganz allmählich gewinnen wir an Höhe, um gleich wieder – nunmehr wieder im Wald – den Abstieg ins Tal des Bachemer Baches zu meistern. Hier wartet die kleine Lourdeskapelle auf uns Wanderer.

Nach einer besinnlichen Rast steigen wir im Wald mit sanfter Steigung Richtung Karlskopf an. Auf der Höhe der ersten Wohnhäuser von Bachem tritt der Weg oberhalb der Weinberge hinaus ins Freie und unser Blick fällt hinunter auf das lebendige Doppelstädtchen Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Spitze Schreie im Wald

Nun noch eine scharfe Kehre und kurz darauf nimmt uns der Bad Neuenahrer Wald für eine Weile auf. Dann ein kurzer Abstieg und wir erreichen den Waldkletterpark an der Paradieswiese. Kleiner Adrenalinschub gefällig? Dann solltet ihr euch hier in 30 m Höhe einmal quer über die Wiese schwingen, nur im eigenen Gurt am Führungsseil hängend.

Vom Waldkletterpark führt ein markierter Zuweg hinunter nach Bad Neuenahr, dem Ziel dieser Etappe. Großzügige Parkanlagen begleiten links und rechts den Lauf der Ahr. Auf risikofreudige Wanderer wartet das Spielcasino. Wer lieber geruhsam entspannt, findet in der Ahrtherme das richtige Ambiente.

Alle wichtigen weiteren Infos zur Etappe 6 findest Du auf der AhrSteig-Website:

AhrSteig-Etappe 6

Ahrsteig-Etappe 7: Bad Neuenahr-Ahrweiler – Sinzig

Länge: 18,5 km

Schwierigkeit: mittel

Aufstieg: 600 m

Abstieg: 628 m

Dauer: ca. 5 Std.

Auf der letzten Etappe zeigt sich der AhrSteig noch einmal von seiner schönsten, nämlich der vielseitigen Seite. Sanfte Ausläufer des Ahrgebirges und liebliche Ausblicke in die Rheinebene entschädigen uns für anstrengende Passagen unterwegs. Am Ziel lädt uns die Barbarossastadt Sinzig mit ihren beschaulichen Plätzen zum Entspannen und Bummeln ein.

Über einen 3 km langen markierten Zuweg geht es von Bad Neuenahr wieder hinauf zur Paradieswiese. Von dort steigen wir durch alten Mischwaldbestand zügig hinauf auf den Ahrweiler Berg. Auch er ist, wie schon der Aremberg, ein erloschener Vulkan. Vom Aussichtsturm erfreut sich unser Blick, der bis weit in die Kölner Bucht und bis hinüber ins Siebengebirge schweifen kann.

Gemächlich geht es jetzt bergab. Allerdings: Das letzte Stück Abstieg hinunter zum Idienbach ist wieder abenteuerlich. Damit nicht genug: Noch schroffer als dieser Abstieg ist der Ausstieg aus dem Tal. Steil geht es auf schmalem Natursteig hinauf auf den Beilratsberg.

Das Ärgste ist geschafft!

Wir lassen den Wald hinter uns und erreichen – vorbei an der kleinen Kapelle Maria Schutz und Fürbitte das anheimelnde Weinörtchen Heimersheim. Durch die offene Flur wandern wir nach  Ehlingen, das mit liebevoll restaurierten historischen Gebäuden aufwartet, Der Wanderer findet Erfrischung in urigen Kneipen. Ein kurzer Anstieg noch hinauf zur Ehlinger Lay, ein letzter Blick zurück über das Ahrtal, dann führt der Weg fast ohne Höhenunterschiede am Hang hinüber Richtung Sinzig.

Das »Winzerhäuschen« oder das »Ännchen« laden zur Einkehr. Ein letzter Aussichtsturm, der Feltenturm, verspricht noch einmal spektakuläre Aussichten über die Rheinebene bis hinein ins Siebengebirge. Wenige Minuten noch und wir sind schon in der Barabarossastadt Sinzig.

Über die Straße am Zehnthof erreichen wir die Basilika St. Peter

Zur Einkehr am Ende der 7. AhrSteig-Etappe lädt der Marktplatz zu Füßen der Basilika St. Peter (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Der weitläufige Kirchplatz zu Füßen der Basilika St. Peter verbreitet urbanes Flair. Bei dem großzügigen Angebot an Cafés und Lokalen fällt es uns schwer, uns zu entscheiden. Aber wir finden früher oder später einen Platz zur erholsamen Einkehr und lassen die vergangenen Tage noch einmal in unserer Fantasie Revue passieren.

Um den Weg von der Quelle bis zur Mündung der Ahr zu vollenden, folgen wir dem markierten Weg zur Ahrmündung bei Kripp, auch wenn wenn das offizielle Ende des AhrSteigs am Schloss in Sinzig ausgewiesen ist.

Die überdachte Holzbrücke führt den Wanderer über die Ahrmündung bei Kripp.

Gehört schon nicht mehr offiziell zu den AhrSteig-Etappen: die Überschreitung der Ahr bei Kripp (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Alle wichtigen weiteren Infos zur Etappe 7 findest Du auf der AhrSteig-Website:

AhrSteig-Etappe 7

Weitere Infos zu Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten findest Du auf den Seiten von Ahrtal-Tourismus: www.ahrtal.de/

Neugierig auf ausführlichere AhrSteig-Wanderungen auf meinem Blog. Dann lege ich Dir folgende Touren ans Herz:

The Seven Summits

Und zuguterletzt noch eine leicht melancholische Wanderbeschreibung:

Engelsley und Teufelsloch – Abschied im November

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