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Water World im Hohen Venn

Wanderungen im Venn führen meist über Plankenstege

Wie ich einmal beinahe beim Wandern im Hohen Venn ertrank.

Das ist jetzt nichts so ganz neu:  Wandern im Hohen Venn gehört noch in meine Kölner Zeit. Und Water World im Hohen Venn, das spielt naturgemäß meist im November. Und dann ich als Kevin Costner alleine in der endlosen Weite. Wenn man mal von dem Wandergespenst absieht.

Wandern im Hohen Venn ist Wandern im Grau des Novembers

Graubraun und regennass: das Venn im November (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Grau war’s schon, als ich losfuhr. Aber der Regen hat gewartet, bis ich losging. Erst musste ich ja rausfahren: Köln–Eupen und dann hoch ins Venn, das sind knapp hundert Kilometer. Als ich in Baraque Michel losgehe, bin ich der Einzige auf dem Parkplatz an Belgiens höchster Frittenbude. Wobei, die gibt es ja nicht mehr, die ist wegverschönert worden.

Und schon fängt es an zu nieseln. Es hat ja auch in den vergangenen Tagen nicht wenig genieselt. So ist die Wanderung ins Wasser gefallen. Also mehr so tatsächlich, also nicht wirklich symbolisch. Wie kompliziert ist das denn! 

Einladend ist es ja nicht in dieser Zeit im Hohen Venn zu wandern

Wenn Nebel und NIeselregen mal ein wenig nachlassen, sieht es so trostlos aus (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Sonst könnte ich ja gar nicht drüber schreiben und würde lieber schweigen. Also, jetzt mal in bestem Wandersprech: Auf schmalem befestigtem Weg geht es bis zum ersten Hindernis. 

Schluss mit Wandern im Hohen Venn oder was bedeutet das Zeichen

Gleich beim ersten HIndernis wieder umkehren – oder was bedeutet dieses Zeichen? (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Und dann das: An einer Wegschranke (Hindernis!!!) steht ein Warnhinweis: Weg nicht begehbar, weil die Folgen des Großbrandes im April 2011 noch nicht alle behoben sind. Also alles umsonst, oder!?

Gottseidank gibt es einen neuen Weg, der direkt neben dem Hindernis abzweigt

Gottseidank gibt es einen neuen Weg, der rechts vom Hindernis abzweigt (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Aber rechts geht es gottseidank weiter. Wobei: Wie soll ich bei dem Nebel wissen, wo rechts ist? Und auch »weiter« ist schön gesagt, wegen des Nieselregens und wegen des aufkommenden Nebels sieht man nämlich gar nichts und schon gar nicht weiter. 

Wasser von oben, von links und rechts und von unten: auch so kann Wandern im Hohen Venn aussehen

Wasser von allen Seiten: von oben, von der Seite, von vorne und von unten ((Foto: Hans-Joachim Schneider)

Deshalb gibt es hier auch keine richtigen Fotos bzw. nur ein paar wenige, wo man nicht viel sieht. Der Rest, vor allem die Fotos von dem Wander-Gespenst, das mir begegnet ist, da ist nix drauf. 

Wanderungen im Venn führen meist über Plankenstege

Kurz bekam ich es zu Gesicht, das Gespenst im Venn (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Irgendwie hab ich es geschafft, die ganze Tour, ohne zu ertrinken. Aber die war nicht ohne. Unter mir Wasser, neben mir Wasser und von oben herunter noch mehr Wasser. Wenn die Stege nicht gewesen wären, ich wär wahrhaftig ertrunken.

Nebel, Matsch und Regen, Abenteuer auf den Wanderwegen im Hohen Venn

Matsch as matsch can (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Am Ende hab ich dann noch ein paar Selfies gemacht– eins von oben und eins von unten, also eins vom Kopf und eins von den Füßen. Aber die zeig ich hier besser nicht. Weiß nämlich gar nicht, was schlimmer aussieht: Der Kopf oder untenrum.

Matsch as Matsch can – reichlich nasse Tour im Hohen Venn

Matsch as Matsch can – reichlich nasse Tour im Hohen Venn  (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Und weil es im Venn im Herbst und Winter besonders schön ist, gibt es hier gleich noch eine Tourenbeschreibung im Venn: wandern-im-winter-im-hohen-venn-am-wasserfall-des-bayehon-baches

3 Kommentare

    • Hans Joachim Schneider sagt

      Liebe Sabine, danke für dieses Kompliment. Dir auch alles Gute. Wir bleiben dran.

  1. Pingback: Winterwandern im Hohen Venn – Anders Wandern

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