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Vorbereitungstipps für den
Megamarsch oder …

Hier steht ein Foto mit dem Titel: Es sollte dauern, bis ich an denen vorbei war (Foto: Hans-Joachim Schneider)

… auf eine 24-Stunden-Wanderung

Du willst an einem Mammutmarsch, einem Megamarsch, einer 24-Std.-Wanderung, an einem Wandermarathon oder einer anderen Langstrecken-Wanderung teilnehmen? Du gehst ab und zu wandern? Meist aber nur so bis zu 20 Kilometer? Und jetzt fragst Du Dich, wie Mensch sich am besten in Form bringt, um auch die Langstrecken zu bewältigen!?

Ich habe nachfolgend ein paar Tipps zusammengestellt, die Dir einerseits die Angst nehmen können, Dir aber auch helfen, Deine Kondition so aufzubauen, dass Du Dich mit Optimismus an die langen Distanzen trauen kannst. Falls Du kompletter Neuanfänger bist, was das Wandern angeht, so lies erst einmal meinen Beitrag: Was Du als Wanderanfänger wissen musst. Du findest ihn hier: http://bit.ly/2jMTxL8.

Hier steht ein Foto mit dem Titel: Immer wieder vor mir: das Quartett mit den Nordic Walking Sticks (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Alles über die richtige Ausrüstung findest Du weiter unten (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Das Zauberwort für vernünftiges Training heißt auch beim Megamarsch: maßvoll

Wenn möglich, fange etwa drei Monate vor dem Event mit dem Training an. Gehe regelmäßig raus (aber auch nicht zu oft). Es reicht erstmal, wenn Du jedes Wochenende eine etwas längere Strecke gehst. Denn der Körper soll sich zwischendurch ja auch erholen. Später kannst Du, musst aber nicht, auch zwei oder drei größere Runden drehen, wenn Du die Zeit dafür hast. Wer im Fitness-Center trainiert, weiß von der Einweisung, die er hoffentlich bekommen hat, dass es keinen Sinn macht, sich täglich zu verausgaben. Wenn Du unter der Woche noch ein oder zweimal Joggen gehst, schadet das sicher auch nicht. Ein wenig Krafttraining ist auch förderlich, wenn es konditionsfördernd wirkt.

Steigere allmählich die Streckenlänge. Aber wichtig: Du musst es nicht darauf anlegen, vor dem Event unbedingt eine Strecke gleicher Länge einmal komplett gelaufen zu sein. Das musst Du während der ganzen Trainingsphase nicht. Meine längste Strecke während der Vorbereitung auf eine 24-Stunden Wanderung betrug 36 Kilometer. Im Gegenteil: Wenn Du eine Woche vor dem Wandermarathon eine 40-Kilometer-Wanderung machst, kann das von großem Nachteil sein. So was verkraften in der Regel nur diejenigen, die das regelmäßig machen. Eine Wanderung über 40 Kilometer oder mehr ist eine Belastung, die der Körper erst einmal wegstecken muss.

Da Du nicht weißt, wie das Wetter bei der Veranstaltung sein wird, trainiere auch bei schlechtem Wetter. Gewöhne Dich dran. Kein Veranstalter kann schönes Wetter versprechen. Und trainiere im Hinblick auf die Strecke. Versuche herauszubekommen, wie die Eventstrecke beschaffen ist. Hat diese viele Steigungen, dann baue auch in Deinen Trainingsplan mit der Zeit Touren ein, die ebenfalls bergauf und bergab führen. Sonst könnte Dir passieren, dass Du viel, viel Vorbereitung geleistet hast, und bei dem ersten langen Anstieg außer Puste kommst. Berücksichtige verschiedene Untergründe. 50, 60 oder 100 Kilometer auf Wiesen- und Waldwegen sind was ganz anderes als die gleiche Strecke auf felsigem Untergund.

Hier steht ein Foto mit dem Titel: (Blogger-)Wanderer über dem Nebelmeer (oder so). Auch nicht von Caspar David Friedrich, sondern von mir) (Foto: Hans-Joachim Schneider) Hans-Joachim Schneider)

Auf das Wetter hat der Veranstalter keinen Einfluss (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Vor dem großen Event: Gönne Deinem Körper ein wenig Erholung

Ganz wichtig: In der letzten Woche vor dem Event solltest Du überhaupt nicht mehr großartig trainieren. Kleine Auflockerungsläufe, dagegen ist nichts einzuwenden, aber keine lange Tour auf schwieriger Strecke. Dein Körper wird es Dir danken.

Und nun ist der große Tag gekommen.

Aufgeregt stehst Du am Start. Renn jetzt nicht einfach los. Die, die ganz vorne sind, das sind Profis, die sowas regelmäßig machen. Ihr Tempo kannst Du auf Dauer nicht mithalten. Finde Deinen eigenen Rhythmus und Dein eigenes Tempo. Das kennst Du ja eigentlich schon aus Deiner Vorbereitung. Aber es ist schwierig, sich nicht vom Strom der vielen anderen mitreißen zu lassen.

An dieser Stelle steht ein Bild mit dem Titel: Wieviele der insgesamt 160 Wandersüchtigen sind vor mir (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Lass Dich nicht einfach vom großen Tross mitreißen, versuche Deinen eigenen Rhythmus zu finden  (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Denke daran, auch unterwegs mal Pausen zu machen. Ob Du jede Stunde einmal 5 Minuten pausiert, oder alle 2 Std. etwas länger, höre in erster Linie auf Deinen Körper.

Wenn Du dich in der Pause irgendwo hingesetzt hast, achte darauf, vor dem Losmarschieren Deine Muskeln wieder ein wenig zu lockern, damit sie wissen, dass es wieder weitergeht.

Gut ist es, mit Freunden oder Gleichgesinnten zu gehen

Schön ist es natürlich, wenn Du mit Gleichgesinnten unterwegs bist. Im Idealfall habt ihr auch zusammen trainiert. Ihr könnt euch gegenseitig unterstützen und motivieren. Wenn Du Einzelgänger bist, achte darauf, wo die anderen abbiegen. Ich selbst bin schon oft an Hinweisschildern zum Abbiegen vorbeigelaufen und wunderte mich dann, dass keiner hinterher kam.

Sei ehrlich zu Dir selbst. Wenn Du nicht mehr kannst, gib auf. Gute Veranstalter organisieren ein Abholsystem für diejenigen Teilnehmer, die unterwegs ausfallen. Oder aber Du steigst an vorbestimmten Streckenpunkten – etwa Versorgungstationen – aus, wenn Du das Gefühl hast, dass es nicht mehr lange geht.

Die richtige Ausrüstung für eine 24-Stunden-Wanderung

Zunächst: Jeder Veranstalter richtet in der Regel unterwegs Verpflegungsstände ein. Aber verlass Dich nicht darauf, dass Du dort immer das in ausreichendem Maße vorfinden wirst, was Dein Körper gerade verlangt. Gerade wenn Du etwas langsamer bist, kann es sein, dass die, die schneller sind, schon alles abgeräumt haben.

Hier steht ein Foto mit dem Titel: Die nächste Verpflegungsstation lockt, Aber noch immer gibt es keinen Kaffee (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Die nächste Verpflegungsstation lockt, aber wenn Du zu den Langsamen gehörst, könnte es sein, dass nicht mehr alles da ist, was Dein Herz begehrt (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Du brauchst einen leichten Rucksack

Darin sollten sich während der Tour zumindest folgende Sachen befinden:

Trinkbares: Am besten 1 – 2 Liter Wasser, (zwar gibt es bei der Veranstaltung an den Verpflegungsständen etwas zu trinken, aber es ist immer gut, etwas dabei zu haben, vor allem an heißen Tagen).

Leichte Kost (Obst und Müsliriegel): ich bin skeptisch, was Schokoriegel angeht. Schokolade oder Süßigkeiten sind nicht unbedingt förderlich. Traubenzucker als schneller Energiespender ist gut, wenn Du mal kräftemäßig durchhängstt.

Leichte Wechselkleidung, dem zu erwartenden Wetter angepasst.

Bei drohendem schlechten Wetter ein Regencape oder wasserdichte Jacke

Wenn Du unsicher wegen Deines Schuhwerks bist, kannst Du auch ein paar leichte Ersatzschuhe einpacken

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Ganz allmähiich dringt das erste Sonnenlicht durch den Morgendunst (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Nach der durchwanderten Nacht wird auch wieder die Sonne aufgehen (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Blasenpflaster (gibt es im Drogeriemarkt oder in der Apotheke)

Ein Smartphone und einen oder zwei Reserve-Akkus bzw. eine Powerbank.

Denke daran, Dir die Notrufnummer des Veranstalters abzuspeichern. Gerade bei Veranstaltungen, bei denen Du nachts unterwegs bist, brauchst Du diese, falls Du dir was tust (weil Du im Dunkeln über einen Ast gestolpert und hingefallen bist), oder falls Du Dich in einem müden oder unaufmerksamen Moment verlaufen hast.

Im Sommer Sonnencreme und Sonnenbrille

Dein Wanderrucksack sollt aber nicht schwerer als 7 – 8 Kilo werden, denn die musst Du die ganze Strecken mitschleppen.

Jetzt aber zum Allerwichtigsten

Das Wichtigste (außer der richtigen Motivation) ist wohl die Wahl des richtigen Schuhwerks. Denn die Füße müssen ja die Hauptarbeit machen. Laufe auf keinen Fall mit neuen Schuhen, die noch nicht eingelaufen sind. Ich selber habe den Fehler einmal gemacht und bin mit einem neuen paar Schuhe nach Italien getrampt, um durch die Toskana zu wandern. Am ersten Abend musste ich mir ein Hotelzimmer suchen, wo ich meine Blasen verarzten konnte. Den Rest der Woche habe ich in Bologna verbracht und nicht auf Wanderstrecken.

Füße, schmutzig, Wandermarathon, Sandalen

Es müssen nicht immer die teuren Sportschuhe sein. Den Wandermarathon auf dem Saar-Hunsrück-Steig habe ich in Sandalen hinter mich gebracht (Foto: Hans-Joachim Schneide)

Du musst auch nicht unbedingt teure Wanderschuhe haben. Ein paar gut eingelaufene Straßenschuhe tun es zur Not auch. Allerdings sollten die gut in Schuss sein und nicht schon bei Beginn der Wanderung den Eindruck machen, dass sie bald auseinanderfallen. Ich selbst bin mit normalen leichten Straßenschuhen von GEOX 62 Kilometer am Stück gelaufen. Die Schuhe trage ich heute noch. Wenn Du Dir Wanderschuhe kaufst, sollten es für einen Wandermarathon oder längere Strecken nicht die schweren Bergstiefel sein, die wiegen schon mal 1 Kilo pro Schuh. Aber wenn Du im Outdoor- oder Schuhladen beschreibst, was Du vorhast, wird man Dir bei der Auswahl des richtigen Schuhwerks bestimmt helfen.

Hier steht ein Foto mit dem Titel: Ratloses Rumstehen oder geballte Aufmerksamkeit? Vorbereitung zum Packrafting auf der Nahe (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Ein Schlauchboot brauchst Du definitiv nicht für den Megamarsch!  (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Genauso wichtig wie die richtigen Schuhe beim Megamarsch: die Wahl der Socken

Genauso wichtig wie das Thema Schuhe sind natürlich die richtigen Socken. Ob Du bei einem Extremmarsch Socken tragen solltest, die Du vorher schon zwei Tage an den Füßen hattest, kann ich nicht sagen. Es gibt Leute, die darauf schwören. Ich habe es nie gemacht. Ich habe gute Erfahrungen damit gesammelt, zwei Paar Socken übereinander anzuziehen. Natürlich dürfen die nicht so dick sein, dass dann der Wanderschuh nicht mehr passt. Zwei paar dünne Baumwollsocken tun es schon. Auf jeden Fall sollte direkt am Fuß eine leichte Baumwollsocke getragen werden, die zweite darüber darf dann auch etwas dicker sein.

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Gleichma' packen: Noch herrscht ein klein wenig Chaos.

Für unterwegs brauchst Du keinen Koffer, ein leichter Rucksack tuts. (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Gut zu wissen: Blasen entstehen durch die Reibung zwischen Schuh und Fuß. Wenn Du zwei Paar Socken trägst, wird diese Reibung zwischen den beiden Socken weitgehend neutralisiert.

Es gibt aber auch gute Wandersocken zu kaufen. Das Prinzip der zwei Socken hat die Firma Wrightsock aufgegriffen und Socken entwickelt, die im Grunde aus zwei Lagen bestehen. Mit anderen Wandersocken habe ich weniger gute Erfahrungen gemacht, kenne natürlich nicht alle. Aber ich habe einige ausprobiert. Bei vielen verfilzt die Mischung aus verschiedenen Fasern nach häufigerem Waschen. Sie werden dann hart und engen den Fuß etwas ein.

Wie beuge ich Blasen vor?

Und noch einmal zum Thema Blasen: Laufe zu Hause so viel wie möglich barfuß. Das fördert den natürlichen Bewegungsablauf des Fußes und sorgt dafür, dass die Fußsohle ein wenig abgehärtet wird. Dicke Schwielen (Hornhaut) unter den Füßen sind weniger förderlich. Hier hilft die regelmäßige Behandlung mit Hirschtalg, mit dem man spätestens ab der vierten Woche vor dem Wanderevent täglich seine Füße eincremt. Dadurch werden die Schwielen weich, harte Schwielen neigen dazu zu reißen und bilden so schmerzhafte Schrunden und Risse.

Normale gesunde Füße mit Hirschtalg einzucremen, halte ich für überflüssig. Es schadet sicher nicht, sorgt für Wohlgeruch, was bei einigen Zeitgenossen sicher förderlich ist. Aber ob es als Vorbereitung für eine Langstreckenwanderung geeignet ist, wage ich zu bezweifeln. Falls Du doch unterwegs eine Blase bekommst, dann klebe sobald wie möglich ein Blasenpflaster drauf. Wer keins hat, kann sich auch mit einem Spitzwegerich-Blatt behelfen. Aber die wenigsten von euch werden wahrscheinlich Spitzwegerich erkennen. Frag dann lieber Deine Mitwanderer, ob Dir jemand mit einem Blasenpflaster aushelfen kann.

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Das ist es, wonach mein Herz sich sehnt (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Nicht nur die Challenge zählt, lass Dich auch von der Natur begeistern (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Hast Du Knieprobleme?

Noch eine wichtige Anmerkung: Hast Du Knieprobleme (oder auch Rücken- oder Hüftbeschwerden), ist das nicht unbedingt ein Hindernis. Es kann aber eins werden. Ich selber habe hin und wieder Kniebeschwerden, aus Erfahrung weiß ich, dass diese nach den ersten Kilometern aufhören. Versuche das mit einem Orthopäden Deines Vertrauens abzuklären. In der Regel wirst Du aber schon während der Trainingsphase merken, was Du Deinen Knochen zumuten kannst. Wenn die Knie-, Hüft- oder Rückenschmerzen auf der Strecke schlimmer werden, dann brich lieber ab.

Und noch eine kleine Anmerkung zu den Fotos: Die abgebildeten Fotos sind bei folgenden Veranstaltungen entstanden: 24-Std.-Wanderung Bernkastel-Kues (2015), Westerwald Wandermarathon (Bloggerwandern, 2016), Wandermarathon Saar-Hunsrück-Steig (2016), Mammutmarsch Berlin.

Und zum guten Schluss noch ein wichtiger Hinweis: Ich habe diese Tipps aus meiner Erfahrung abgeleitet. Ich bin aber kein Sportwissenschaftler, Sportlehrer oder Personal Trainer. Wenn Du auf sportwissenschaftlich fundierte Trainingstipps Wert legst, dann schau Dir doch mal den Minimalisten-Trainingsplan von Martin Gemse an. Diesen Trainingsplan findest Du hier: MeinMinimalisten-Trainingsplan. Martin ist auch regelmäßig in der Megamarsch-Gruppe Köln auf Facebook anzutreffen. Dort beantwortet er auch ganz gerne mal Fragen zu auftretenden Trainingsproblemen. Aber bei körperlichen Beschwerden kann auch er keinen Arzt ersetzen.

14 Kommentare

  1. Thomas sagt

    hm, Spitzwegerich, welchen Effekt soll das haben, ist der nicht viel zu schmal um effektiv am Fuss platziert zu werden, da würde ich dann eher Breitwegerich nehmen

    • Hans Joachim Schneider sagt

      Hm, danke fürs aufmerksame Lesen und den Hinweis. Da habe ich wohl nicht richtig aufgepasst. Schöne Grüße, Joachim

  2. Jure sagt

    Hallo Hans ,
    ich habe zwar schon eine 24 std Wanderung mitgemacht über 74 km und ca 2000 hm.Zur zeit bereite ich mich auf den Megamarsch Hamburg vor.Dabei habe ich nur eine Frage wo ich noch nie etwas gelesen habe was man machen kann. Was macht man wenn die Sohlen anfangen zu brennen , meistens ab 40 km , bei mir zumindest.Ich habe mir einlagen geholt wo nur die Hacke gepolstert ist. Was machen andere so dagegen wenn die das haben.

    beste Grüße Jure

    • Hans Joachim Schneider sagt

      Hallo Jure, das ist eine spannende Frage. Woher kommen die brennenden Füße? Mir fallen verschiedene mögliche Erklärungen ein. Einmal kenne ich das auch, wenn ich Wollsocken anhabe, die grobgestrickt sind. Eine andere hat eher mit der Durchblutung zu tun. Wie sieht es denn insgesamt mit Deiner Erfahrung aus? Läufst Du viel lange Strecken? Hast Du ab und zu auch Blasen an den Füßen? Tust Du was, um Deine Füße auf lange Strecken vorzubereiten? Du hast wahrscheinlich gelesen, dass viele diese Hirschtalg-Creme anwenden. Also schon Wochen vorher damit anfangen! Das ist jetzt natürlich alles geraten, aber Du kannst mir gerne noch einmal schreiben, vielleicht finden wir ja gemeinsam eine Lösung. Liebe Grüße, Joachim aus Hamburg

  3. Hallo Hans,
    vielen Dank für diese super hilfreiche Anleitung. In diesem Bericht gibst du wirklich sehr viele gute Tipps, vor allem für Anfänger, die gerade erst mit dem Training beginnen. Was mich interessieren würde, wie planst du dein Training? Hast du ein spezielles Vorgehen und legst du dir einen Trainingsplan zurecht?
    Auch ich habe vor kurzem begonnen meine Erfahrungen rund um das Thema Extremwandern aufzuschreiben und zu veröffentlichen. Eine mehrteilige Serie über die Erstellung eines Trainingsplans findest du hier (https://www.wander-ausstattung.de/trainingsplan-marsch/). Ich würde mich wirklich super über ein Feedback freuen.
    Viele Grüße Jan

    • Hans Joachim Schneider sagt

      Hallo Jan, sorry, dass ich Dich so lange auf eine Antwort habe warten lassen. Ich weiß nicht, ob mein Feedback noch zeitgerecht kommt. Also, mein Trainingsplan sah so aus (ich habe jetzt zwei Jahre pausiert): Ich bin in der Regel nach der Winterpause ins Training gegangen. Training bedeutete bei mir, dass ich von Wochenende zu Wochenende meine Distanzen vergrößert habe. Angefangen habe ich meist mit kurzen Strecken zwischen 15 und 20 km, wobei ich das nie so genau geplant habe. Ich bin einfach los. Nachdem ich mich bei zwei oder drei Touren versichert habe, dass mein Fahrgestell über den Winter nicht gelitten hat, folgten dann als nächstes Touren über 25, 30, 40 und schließlich 50 km. Mehr bin ich im Training eigentlich nie gelaufen. Vor allem nicht kurz vor nicht kurz vor dem 24-Std.-Marsch. Die Woche über bin ich natürlich auch viel zu Fuß, das heißt, ich bin nie mit dem Auto zum Einkaufen oder zur Arbeit, soweit das Wetter dies zuließ. Das ist eigentlich alles, was ich über meinen Trainingsplan sagen kann.
      Was mich bei Deinem Artikel wundert: Hast Du den mal auf den entsprechenden Facebook-Gruppen von Megamarsch und Mammutmarsch veröffentlicht? Hast Du da nicht Hinweise bekommen, dass Du bitte nicht beide Ereignisse zusammen in einem Beitrag erwähnen solltest. Mammutmarsch hat meinen Artikel seinerzeit in der Gruppe gelöscht. Es gibt da große Animositäten zwischen den Organisatoren.
      Liebe Grüße
      Joachim

      • Jan sagt

        Hallo Joachim, vielen Dank für deine Antwort, diese kam genau richtig. Ich fange am kommenden Wochenende wieder an mit dem Training für den Mammutmarsch in Berlin (Ende Mai). Genau wie du gehe ich auch vor. Anfangen mit Trainingsmärschen und diese dann immer steigern. Ich starte allerdings mit 40 km und gehe dann bis 65 km hoch.
        Zu deiner Frage: Nein, ich habe meine Artikel noch nicht in den Facebook Gruppen gepostet. Ich weiß auch noch nicht, ob ich es wirklich machen soll. Du hast also damit sehr schlechte Erfahrungen gemacht?
        Grundsätzlich ist es mir eigentlich ziemlich egal ob die Veranstalter untereinander Stress haben. Ich möchte einfach Menschen dabei unterstützen einen Extremmarsch zu bestehen. Ob der jetzt Megamarsch, Mammutmarsch oder anders heißt ist dabei irrelevant.
        Liebe Grüße
        Jan

  4. Andreas Franke sagt

    Hallo Hans-Joachim, eine Frage die mich momentan brennend interessiert, zu der es aber so gut wie keine Antworten gibt ist die Unterwäsche, speziel die Unterhose die man für eine 24 h Wanderung anziehen sollte. Normale Baumwollschlüpfer sind ja wohl nicht geeignet und selbst bei
    einer eng anliegenden Boxershorts habe ich so meine Bedenken.
    Ich jogge regelmäßig und habe mehrfach an Marathons teilgenommen aber da habe ich natürlich
    immer eine Laufhose an, die Innenschenkel sind satt mit Vaseline eingeschmiert und das ganze
    dauert ja nur 3,5 – 4 Stunden und keine 24……………

    Hättest Du da einen Tipp ?
    Gruß Andreas

  5. Danke für deinen Artikel.
    Für mich waren noch etliche nützliche Tipps dabei und anderes wurde bestätigt.
    Da ich mich erstmals für den Mammutmarsch im September angemeldet habe bin ich aufgeregt wie sonstwas. Zumal ich stark Übergewichtig bin und neben dem Training vom Nullpunkt noch eine stark reduzierte Diät machen muss/will bin ich für jeden Tipp dankbar. Meine Vorbereitung kannst du auf http://moerkel.de/meine-vorbereitung-auf-den-mammutmarsch-nrw nachlesen.
    Auf das wir immer bei schönem Wetter wandern können 🙂

    Liebe Grüße
    Moerkel

    • Hans Joachim Schneider sagt

      Lieber Mörkel,

      danke für den positiven Kommentar. Ich habe gestern Abend schon mal kurz in Deinen Blog reingeschaut, aber da ich Besuch hatte, blieb nicht die Zeit, mich ausführlich damit zu beschäftigen. Das werde ich heute Abend mal nachholen. Ich drück Dir auf jeden Fall die Daumen und werde auch Deine weiteren Vorbereitungen verfolgen. Ich habe vor ein paar Jahren mit ca. 15 Kilo Übergewicht angefangen zu trainieren. Das Wichtigste war, aktiv zu bleiben. Daduch wurde der Stoffwechsel dauerhaft angeregt. Das ist der entscheidende Punkt. Wir lesen noch voneinander. Schöne Grüße, Joachim

  6. Hallo Hans-Joachim.
    Danke für den tollen ausführlichen Bericht. Da wir dieses Jahr auch unsere erste 24 Stunden-Wanderung machen, können wir das super gut gebrauchen. Wir haben auf dem Blog eine Übersicht zu den Wandermarathons und Extremwanderungen, vielleicht ist das für den ein oder anderen deiner Leser interessant. (Link: http://aktiv-durch-das-leben.de/wandermarathon-und-24-stunden-wanderungen-uebersicht/ )

    Liebe Grüße
    Anita und Claudia

    • Hallo, ihr beiden. Ihr wollt es also auch wissen. Da bin ich mal gespannt auf eure Berichte. Eine ähnliche Liste habe ich ja letztes Jahr auch mal aufgestellt. Ich übernehme gerne den Link, muss nur jetzt mal überlegen, wie ich den am besten bei mir im Blog einbaue? Unter den aktuellen Beitrag oder ob ich ein bisschen was schreibe und dann den Link dazusetze. Schöne Grüße, Joachim

  7. Heiko sagt

    Hallo lieber Hans und vielen Dank für diesen wunderschönen Artikel, den ich mir gerne durchgelesen habe.

    Wir sind vor Jahren mal an dem Projekt nach ca. 45 Kilometern gescheitert.
    Grund war die Wahl des falschen Schuhwerks:

    Da wir alle (wir waren zu viert) gerne und viel joggen waren – und einige von uns auch zu der Zeit den einen oder anderen Marathon bezwungen haben – war der Gedanke naheliegend, einfach die Laufschuhe zu nehmen. Dennoch nach nur 45 Kilometer war es vorbei. Grund war neben diverser Blasen (den Tipp mit den zwei paar Socken werde ich definitiv mal ausprobieren) die viel zu weiche Schuhsohle des Laufschuhs.

    Viele Grüße,
    Heiko

    • Hallo Heiko, danke für den netten Kommentar. Man lernt nie aus. Auch ich nicht. Ich hoffe nur, dass ich an alles Wichtige gedacht hab. Man könnte ja noch viel weiter ins Detail gehen, aber irgendwann wird der Artikel zu lang und unübersichtlich. Dir bzw. euch viel Glück und viel Spaß bei euren nächsten Wanderungen, egal ob Kurz- oder Langstrecke. Schöne Grüße, Joachim

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