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Fasten und Wandern – ein Selbstversuch

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Schon von Weitem ist die Tomburg zu sehen. (Foto: H.-J. Schneider)

Kann man Wandern gehen, während man fastet? Natürlich geht das, man braucht nur im Web danach zu suchen, es gibt eine ganze Menge Angebote. Aber, da es mir die Woche über körperlich nicht so gut ging, habe ich am Donnerstag beschlossen, die nächsten drei Tage zu fasten. Ich will es also an mir selbst ausprobieren. Nun steht mir seit drei Wochen ständig die Tomburg bei Rheinbach vor meinem inneren Auge. Und am Samstag ist der ideale Tag für diese Tour.

Der erste Fastentag am vorangegangenen Freitag verläuft (fast) reibungslos. Am Nachmittag meldet sich der Kopf mit Schmerzen wegen des fehlenden Kaffees. Ich mache den Fehler und gehe ins Café, wo es immer auch einen leckeren Kuchen gibt. Da kann ich natürlich nicht widerstehen. Also: erster Fastentag – ein klein wenig gesündigt, aber die Kopfschmerzen sind weg.

Heute heißt es Fasten, also kein Frühstück

Am Samstag werde ich früh wach, ich fühle mich fit. Aber ich muss dagegen ankämpfen, in den normalen Rhythmus zu verfallen, heute fällt das Frühstück aus. Dann noch Einkaufen für die Tage nach dem Fasten. Um 10 Uhr dann rein ins Auto und ab nach Rheinbach. Ich habe mir eine mittellange Strecke (16 km) ausgesucht, denn ich will mich weder unter- noch überfordern.

Die Wanderung gehe ich zügig an, zwischendurch meldet sich aber dann wieder der Kopf. Ist es die Sonne oder ist es wieder der fehlende Kaffee? Die Frage werde ich mich später beantworten. Nach etwas mehr als einer Stunde bin ich auf der Tomburg, von der viele Rheinbacher behaupten, sie habe ein magisches Flair – vor allem nachts. Nun, es ist nicht Nacht und mit den (leichten) Kopfschmerzen bekomme ich auch von dem Flair nicht viel mit. Auf der Tomburg sind heute nur Pärchen unterwegs. Ich scheine der einzige zu sein, der solo geht.

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Schon von Weitem ist die Tomburg zu sehen. (Foto: H.-J. Schneider)

Schon von Weitem ist die Tomburg zu sehen. (Foto: H.-J. Schneider)

Weiter geht es über den Wolfsberg, vorbei an der Wolfsberg-Schutzhütte, dann mehr oder weniger parallel zum Kapellchensbach hinunter nach Merzbach, von dort noch hinauf zum Beuelskopf, auf dem ehemals ein hölzener Aussichtsturm stand, dann nur noch eine halbe Stunde durch den Forst, vorbei an den Resten des ehemaligen Munitionslagers, und schon bin ich wieder in Rheinbach am Freizeitbad, wo ich morgens mein Auto abgestellt habe.

Ich fühl mich wohl auch nach 16 km

Nach knapp 16 km in genau drei Stunden habe ich die Tour hinter mir, keine Schwächeanfälle, alles ist gut.

Im von der Sonne aufgeheizten Auto geht es zurück nach Köln, unterwegs spüre ich dann eine leichte Müdigkeit. In Köln dann als erstes ins Café, heute aber ohne Kuchen. Den Kaffee werden mir sicher alle Fastenpäpste verzeihen. Vor allem: Wieder sind die Kopfschmerzen nach einer halben Stunde wie weggeblasen. Zuhause dann noch in die heiße Badewanne, danach kurz ausruhen. Aber: Wieso bin ich nach dem Weleda Entspannungsbad immer so aufgedreht?

Fazit des Selbstversuches: Alles prima. Fasten und Wandern geht gut zusammen, man sollte allerdings ein wenig Erfahrung mit Fasten mitbringen, um nicht von unerwarteten körperlichen Reaktionen überrascht zu werden.

Kleiner Nachtrag zum Fastenwochenende mit Wandern:

Das Fastenbrechen fand am Sonntagnachmittag in Mayschoß beim Entenrennen mit einem Glas Blanc de Noir von der Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr statt. Danach unkontrollierter Genuss der reichlich angebotenen Leckereien wie Kaffee und Kuchen, danach Spießbraten (in genau dieser Reihenfolge). Ist mir sehr gut bekommen.

 

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